Panorama

Waldbrände in NRW: Feuerwehr kämpft gegen Glutnester

Drohnen, Hubschrauber und Hunderte Einsatzkräfte – was die Feuerwehr in NRW beim ersten Waldbrand-Wochenende des Jahres erlebt hat.

Von dpa

03.05.2026

Auch ein Polizeihubschrauber unterstützte bei den Löscharbeiten.Berthold Stamm/dpa

Auch ein Polizeihubschrauber unterstützte bei den Löscharbeiten.Berthold Stamm/dpa

© Berthold Stamm/dpa

Gleich drei Wald- und Unterholzbrände in Attendorn, Werdohl und Dellbrück haben am langen ersten Mai-Wochenende für große Feuerwehreinsätze gesorgt. 

Feuerwehrleute waren am Sonntag den dritten Tag in Folge in einem unwegsamen Gelände in Attendorn im Sauerland im Einsatz. Der dortige Wald- und Vegetationsbrand war zwar seit Samstag unter Kontrolle, aber es werde bei den Nachlöscharbeiten noch nach Glutnestern gesucht, sagte ein Sprecher. Betroffen sei ein Bereich von 41.000 Quadratmetern. 

Die Suche nach Brandnestern mit Hilfe einer Drohne sei am Sonntagmorgen weitergegangen und werde die Feuerwehr wohl noch bis Montag beschäftigen, sagte Feuerwehrsprecher Christian Schnatz. Der Einsatz hänge auch vom Wetter ab. Es habe seit Samstag nur wenige Tropfen in dem Gebiet geregnet, und es sei windig. 

Zunächst unterstützte auch ein Polizeihubschrauber die Löscharbeiten. Etwa 26 sogenannte Kreisregner - vergleichbar mit Rasensprengern - wurden in den Hängen aufgestellt, um den Wald zu besprengen. Feuerwehrleute suchten mit Hacken und Schaufeln in dem kräftezehrenden Einsatz nach Glutnestern. In der Spitze waren 260 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Zahl sei bis Samstag auf 80 und am Sonntag auf etwa 15 reduziert worden. 

Flammen näherten sich Wohnsiedlung

In einem anderen schwierigen Einsatz an einem Steilhang in Werdohl, rund 30 Kilometer von Attendorn entfernt, löschte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot in der Nacht zum Samstag einen weiteren Waldbrand. Die Flammen hatten sich laut Feuerwehr rasant auf rund 8.000 Quadratmeter ausgebreitet. 

Der Waldbrand in Werdohl kam einer Siedlung bedrohlich nah.Alex Talash/dpa

Der Waldbrand in Werdohl kam einer Siedlung bedrohlich nah.Alex Talash/dpa

© Alex Talash/dpa

Durch den Wind sei das Feuer hangaufwärts getrieben worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Kurzzeitig seien die Flammen bis auf 50 Meter an eine Wohnsiedlung herangekommen, aber von den Einsatzkräften gestoppt worden. In der Spitze waren rund 250 Kräfte auch aus Nachbarstädten im Einsatz. 

Unterholz brannte in Dellbrück

Die Trockenheit der vergangenen Tage führte nach Angaben der Feuerwehr am Freitagabend zu einem Flächenbrand von rund 2.000 Quadratmetern in der Dellbrücker Heide bei Köln. Dort war Unterholz in Brand geraten. Das Feuer konnte binnen weniger Stunden gelöscht werden - auch dank Drohnen, die das weitläufige Areal nach Glutnestern erkundeten. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 65 Kräften im Einsatz.

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