Trauerfeier für getöteten 14-jährigen Yosef am Freitag
Der 14-jährige Yosef wurde umgebracht, bestätigt eine Obduktion. Nun organisieren Stadt, Vereine und die Schule eine öffentliche Trauerfeier. Die Anteilnahme ist groß.
Die Leiche des Jugendlichen wurde an einem See gefunden. (Archivbild)Vincent Kempf/dpa
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Nach dem Tod des 14-jährigen Yosef in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf organisieren Stadt, Schule und Vereine gemeinsam eine öffentliche Trauerfeier. Sie soll am Freitag stattfinden und sei mit der Familie abgestimmt, wie die Stadt Dormagen mitteilt.
„Nach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Schülers zeigt sich eine enorme Anteilnahme der Dormagener Stadtgesellschaft“, heißt es in der Mitteilung. Man wolle möglichst allen Menschen die Gelegenheit geben, Abschied zu nehmen. Die Trauerfeier findet am Freitag, 6. Februar, um 13.30 Uhr auf dem Kunstrasensportplatz im Stadtteil Delhoven statt.
Die Stadt habe zudem in Zusammenarbeit mit Schule und Vereinen ein Hilfskonto eingerichtet, um die Familie in dieser schweren Zeit finanziell zu unterstützen. Zudem werden ab heute zwei Kondolenzbücher ausgelegt, in denen Bürgerinnen und Bürger ihre Anteilnahme hinterlassen können. Eines liegt im Eingangsbereich des neuen Rathauses, das andere im Geschäftszimmer des FC Delhoven.
Obduktion bestätigt Tötungsverdacht
Erst gestern hatte sich der Verdacht eines Tötungsverbrechens bestätigt. Die Obduktion des Jungen habe ergeben, dass dieser an Stich- und Schnittverletzungen starb, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Mordkommission „Waldsee“ ermittelt bereits seit mehreren Tagen. Für Hinweise auf den oder die Täter sind 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.
Die Leiche des 14-Jährigen aus Eritrea war am vergangenen Mittwoch an einem See in Dormagen von einem Spaziergänger gefunden worden. Für eine rassistische oder rechtsextreme Tat gebe es bislang keine Anhaltspunkte, hatte Staatsanwältin Janne Jakobek gesagt. Am Wochenende hatten nach Polizeiangaben rund 2.000 Menschen an einem Trauerzug für den getöteten Jugendlichen teilgenommen.
Die Stadt Dormagen hatte sich zutiefst bestürzt gezeigt. Der 14-Jährige habe seit dem Jahr 2018 in Dormagen in einer städtischen Unterkunft gelebt. Er habe eine städtische Schule besucht und sei voll in die Stadtgesellschaft integriert gewesen.
Stadt in Trauer
Auch der Fußballverein des Jugendlichen hatte seine Trauer ausgedrückt: „Yosef war ein äußerst beliebter Junge, der nicht nur im Verein, sondern auch in der ganzen Dorfgemeinschaft hochgeschätzt wurde. Sein strahlendes Lächeln und sein außergewöhnlicher Teamgeist haben ihn zu einem wertvollen Mitglied in unserem Verein gemacht“, hieß es auf der Homepage.
Der Jugendliche wurde durch Stiche und Schnitte getötet. (Archivbild)Vincent Kempf/dpa
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