Panorama

Schmuck von Filmikone Cardinale für 826.262 Euro versteigert

Immer wieder bekam die stilvolle italienische Schauspielerin Claudia Cardinale Schmuck geschenkt. Einige Stücke wurden nun versteigert. Für die Tochter sind sie mehr als eine persönliche Geschichte.

Von dpa

26.06.2026

Schmuck der italienischen Schauspielerin Claudia Cardinale ist für über 800.000 Euro versteigert worden. (Archivbild)Tibor Illyes/MTI/AP/dpa

Schmuck der italienischen Schauspielerin Claudia Cardinale ist für über 800.000 Euro versteigert worden. (Archivbild)Tibor Illyes/MTI/AP/dpa

© Tibor Illyes/MTI/AP/dpa

Schmuckstücke der einstigen italienischen Starschauspielerin Claudia Cardinale sind für 826.262 Euro versteigert worden. Sämtliche der angebotenen Stücke hätten einen Abnehmer gefunden, teilte das Auktionshaus Christie’s in Paris mit. Die Ringe und Broschen stammen „aus ihrem schönsten Moment, den 1960er und 1970er Jahren“, sagte Cardinales Tochter Claudia Squitieri der Deutschen Presse-Agentur. Es handle sich um Schmuckstücke, die die Karriere ihrer Mutter krönten.

Cardinale wurde 1938 in Tunis als Tochter sizilianischer Auswanderer geboren und wuchs dort in bescheidenen Verhältnissen auf. In den 1960er Jahren war sie eine der großen Diven des italienischen Kinos. In ihrer langen Karriere spielte sie in mehr als 100 Filmen mit und gewann den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig und den Goldenen Bären der Berlinale. Im vergangenen Jahr starb sie im Alter von 87 Jahren.

Cardinales Tochter: „Verbunden mit dem Geist der Dolce Vita“

Zu den nun versteigerten Schmuckstücken hatte Cardinale eine sehr starke und emotionale Verbindung, wie Tochter Squitieri erzählt. Sie habe sie viel getragen und gut auf sie Acht gegeben. Oft habe sie Schmuck von ihrem damaligen Partner und Produzenten Franco Cristaldi geschenkt bekommen, etwa wenn die Dreharbeiten zu einem Film abgeschlossen waren oder der Film auf die Leinwand kam. „In diesen Jahren hat sie sehr viel gearbeitet, sechs bis acht Filme pro Jahr gedreht“, gibt die Tochter wieder. Die Schmuckstücke seien eine Art gewesen, ihr danach etwas zurückzugeben.

Für Squitieri sind die versteigerten Stücke aber mehr als persönliche Erinnerungen. Sie seien „sehr verbunden mit dem Geist der Dolce Vita“, so die Tochter. „Der Schmuck ist Teil des Erbes einer Epoche.“

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