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Sachsens Talsperren sind ausreichend gefüllt

In Zeiten von Trockenheit richtet sich der bange Blick auf Talsperren. Doch in Sachsen wurde mit einer optimierten Bewirtschaftung vorgesorgt.

Von dpa

12.08.2025

Die sächsischen Talsperren sind aktuell im Schnitt zu 88 Prozent gefüllt. (Archivbild)Robert Michael/dpa

Die sächsischen Talsperren sind aktuell im Schnitt zu 88 Prozent gefüllt. (Archivbild)Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Die sächsischen Talsperren sind trotz momentaner Trockenheit gut gefüllt. Durch eine optimierte Bewirtschaftung liegen die Füllstände in den Trinkwassertalsperren im Schnitt bei 88 Prozent, sagte Katrin Schöne, Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Damit ist die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung und die Industrie trotz der aktuell sehr trockenen hydrologischen Lage auch in diesem Jahr gegeben.“

Trockenheit sorgt für geringen Zufluss in die Talsperren 

Da die Vormonate sehr trocken waren, habe der Niederschlag in den vergangenen Wochen nur zu einem geringen Anstieg der Zuflüsse in die Talsperren geführt. Sie lagen im Juli nur bei rund 44 Prozent des langjährigen Mittels für diesen Monat Juli.

Trockenperioden wie die erste Jahreshälfte 2025 würden die Notwendigkeit zeigen, in den kommenden Jahren zielgerichtet das vorhandene Rohwasser zwischen Talsperren flexibler aufteilen zu können.

Viele Talsperren sind untereinander verbunden

Die meisten der sächsischen Trinkwassertalsperren sind miteinander verbunden. Mit diesen Überleitungssystemen kann Wasser dort hingeleitet werden, wo es gerade gebraucht wird. Damit lassen sich in Trockenperioden Engpässe vermeiden. „Aber auch für die Wasserqualität ist das System von großem Vorteil. So kann beispielsweise bei lokalen Starkniederschlägen jederzeit auf Wasser mit der bestmöglichen Qualität zurückgegriffen werden“, hieß es.

In Sachsen wurden im Zuge des Bergbaus bereits vor 500 Jahren die ersten Wasserspeicher angelegt. Mit dem industriellen Aufschwung am Ende des 19. Jahrhunderts und der wachsenden Bevölkerung stieg auch der Wasserbedarf. Fortan baute man im großen Umfang Talsperren und Wasserspeicher.

Heute hat Sachsen nach Nordrhein-Westfalen die meisten Talsperren in Deutschland. Die Mehrzahl der Bauwerke – 25 Trinkwasser- und 31 Brauchwassertalsperren sowie 25 Hochwasserrückhaltebecken, sechs Wasserspeicher und ein Polder – gehören dem Land und werden von der Talsperrenverwaltung bewirtschaftet.

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