Panorama

Prager Seilbahn fährt wieder: Hier gibt’s eine Top-Aussicht

Seit 1891 bringt eine Standseilbahn Besucher auf den Petrin. Nun startet sie nach einer zweijährigen Sanierungspause wieder. Was Fahrgäste erwartet - und wie sie beim Ticket sparen können.

Von dpa

10.09.2026

Vom Hausberg Petřín hat man einen wundervollen Blick auf die „Goldenen Stadt“.Petr Čech/CzechTourism/dpa-tmn

Vom Hausberg Petřín hat man einen wundervollen Blick auf die „Goldenen Stadt“.Petr Čech/CzechTourism/dpa-tmn

© Petr Čech/CzechTourism/dpa-tmn

Nach zweijähriger Bauzeit fährt die bei Touristen beliebte Standseilbahn auf den Prager Hausberg Petrin wieder. Der Probebetrieb mit Fahrgästen beginne am 22. September, teilte das Verkehrsunternehmen der tschechischen Hauptstadt mit. Los geht es ab 7 Uhr, die Bahnen werden bis 22:15 Uhr in Betrieb sein. Die Fahrgäste können sich auf neue Fahrzeuge der vierten Generation mit besserem Ausblick freuen. 

Die Fahrt führt von der Talstation Ujezd bis hinauf auf den Petrin, der auf Deutsch Laurenziberg heißt. Die Höhendifferenz beträgt rund 130 Meter. Von oben bietet sich ein wunderbarer Blick auf Prag, die berühmte „Goldene Stadt mit den tausend Türmen“. Das Intervall zwischen den Fahrten soll ganztägig zehn Minuten betragen. Vor der Komplettsanierung nutzten jährlich anderthalb bis mehr als zwei Millionen Passagiere die Seilbahn.

Neues Design mit mehr Glasfläche

Bei den beiden neuen Standseilbahn-Fahrzeugen handelt es sich um Sonderanfertigungen der österreichisch-schweizerischen Doppelmayr-Garaventa-Gruppe. Für das abgerundete Design zeichnete das Studio der jungen tschechischen Produktdesignerin Anna Maresova verantwortlich. Es bietet mehr Glasflächen und verspricht damit einen noch besseren Ausblick. Auch die Kapazität erhöht sich von 100 auf 120 Fahrgäste.

Nach einer umfassenden Erneuerung der Strecke und der Fahrzeuge nimmt am 22. September 2026 die Petřín-Standseilbahn in Prag wieder den Betrieb auf.Barbora Petráčková/CzechTourism/dpa-tmn

Nach einer umfassenden Erneuerung der Strecke und der Fahrzeuge nimmt am 22. September 2026 die Petřín-Standseilbahn in Prag wieder den Betrieb auf.Barbora Petráčková/CzechTourism/dpa-tmn

© Barbora Petráčková/CzechTourism/dpa-tmn

Zudem wurde auf einer Länge von einem halben Kilometer der gesamte Gleisuntergrund samt Stützpfeilern erneuert. Im September 2024 war der Betrieb nach starken Regenfällen eingestellt worden, weil der Hang instabil geworden war. Die Gesamtkosten für Streckensanierung und Fahrzeuge liegen bei rund 11,2 Millionen Euro. 

Der Fahrpreis steigt nun von umgerechnet knapp 2,50 Euro auf rund 4,10 Euro. Normale Einzelfahrscheine gelten nicht. Tipp für Sparfüchse: Rund 40 Cent weniger zahlt, wer sich das Ticket in der Smartphone-App „PID Litacka“ kauft. 

Ausgangspunkt für Sehenswürdigkeiten

Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1891 nutzten bereits mehr als 80 Millionen Fahrgäste die Standseilbahn auf den Petrin. Errichtet wurde sie aus Anlass der Prager Jubiläumsausstellung, einer Leistungsschau der böhmischen Industrie. Auf dem Hügel erwarten Touristen weitere Sehenswürdigkeiten wie ein mehr als 60 Meter hoher Aussichtsturm - ein Nachbau des Pariser Eiffelturms - sowie ein Spiegelkabinett und ein Rosengarten. Ein Spaziergang durch den Garten des Strahov-Klosters entlang einer Wehrmauer aus dem 14. Jahrhundert führt von dort aus weiter bis zum Hradschin mit der Prager Burg.

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