Nachwuchs im Duisburger Zoo: Vier Fossas auf Erkundungstour
Ab sofort können sich die Besucher putzige Jungtiere anschauen. In der Natur leben die Fossas nur auf Madagaskar. Doch der Mensch macht den Raubtieren das Leben dort schwer.
Der Duisburger Zoo hat seit 1980 mittlerweile 77 Jungtiere aufgezogen. Damit gilt der Zoo weltweit als Spitzenreiter bei der Fossa-Haltung.Mathias Appel/Zoo Duisburg/dpa
© Mathias Appel/Zoo Duisburg/dpa
Vier kleine Fossas tapsen durchs Gestrüpp und schauen sich neugierig um: Im Juni sind drei Männchen und ein Weibchen der bedrohten Tierart im Duisburger Zoo zur Welt gekommen. Und jetzt können auch Besucher den Nachwuchs nach einer Schonzeit entdecken, teilt der Zoo mit.
In den ersten Lebenswochen brauchen die kleinen Fossas noch viel Ruhe. Genauso wie Mutter Beroketa, die mit diesem Wurf nach 2024 zum zweiten Mal Mama geworden ist und in der Anfangszeit rund um die Uhr bei ihrem Nachwuchs bleibt. Erst im Alter von sieben bis acht Wochen haben die vier Jungtiere ihre schützende Wurfbox verlassen.
Für Vater Isaloh hingegen ist es der erste Nachwuchs. Seine Gene sind bisher in Europa nicht vertreten. Deshalb ist der Wurf laut einer Zoosprecherin zudem von hoher Bedeutung für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP).
Raubtiere von Feuer bedroht
Die Fossa, auch Fettkatze genannt, ist mit einem Gewicht von bis zu 15 Kilogramm das größte Raubtier Madagaskars. Sie jagt vor allem kleine Säugetiere und Primaten wie Lemuren. Auch Reptilien und Insekten stehen auf ihrem Speiseplan.
Doch die Fossa ist eine stark gefährdete Tierart. Schätzungen gehen davon aus, dass nur noch rund 2.500 der Tiere auf der afrikanischen Insel im Indischen Ozean leben. Eine große Gefahr für die Raubtiere und ihren Lebensraum sind außer Kontrolle geratene und vom Menschen verursachte Feuer.
Da die Tiere aber auch in Deutschland nicht gerne gestört werden, bittet der Zoo alle Gäste, sich vor dem Fossa-Warmhaus ruhig zu verhalten und nicht an die Scheiben zu klopfen. Der Duisburger Zoo hat seit 1980 insgesamt 77 Jungtiere aufgezogen - und gilt damit nach eigener Aussage weltweit als Spitzenreiter bei der Haltung der Fossa.