Messerangriff auf Sohn: Tatverdächtiger Vater schweigt
Die Ermittlungen zum Messerangriff auf eine Familie in Witten laufen. Der 40-Jährige, der seinen eigenen Sohn getötet haben soll, äußert sich nicht zu den Vorwürfen.
Das Motiv ist weiter offen. (Archivbild) Christoph Reichwein/dpa
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Anderthalb Wochen nach dem tödlichen Messerangriff auf einen 13-jährigen Jungen in Witten schweigt der tatverdächtige Vater weiter zu den Vorwürfen. Er habe sich bisher nicht geäußert, das Motiv liege im Dunkeln, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum. Der Mann soll auch seine Ehefrau und die Tochter lebensgefährlich verletzt haben. Die 38-Jährige und das neunjährige Mädchen seien inzwischen in einem stabilen Zustand.
Ob die beiden Aussagen werden, ist noch ungewiss. Sie lassen sich dem Staatsanwalt zufolge derzeit von einem Anwalt beraten, ob sie als Angehörige von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen. Eine Obduktion des Jungen habe ergeben, dass er durch Verbluten verstorben sei. Sein Vater sitzt seit Ende März in Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Totschlags und zweifachen versuchten Totschlags.
Die Tat hatte sich am 28. März an einem Vormittag in der Nähe der belebten Innenstadt ereignet. Die Mordkommission hofft auf Zeugen, die womöglich kurz vor, während oder unmittelbar nach dem Vorfall Fotos oder Videoaufnahmen gemacht haben. Man habe bisher allerdings nur vereinzelte Rückmeldungen erhalten, schilderte der Staatsanwalt.