Kategorie-5-Zyklon „Narelle“ steuert auf Queensland zu
Seit 100 Jahren hat es im Nordosten von Australien keinen Sturm dieses Ausmaßes mehr gegeben: „Narelle“ könnte Experten zufolge mit Windböen von mehr als 250 km/h wüten. Was erwarten die Behörden?
Die Behörden warnen vor Böen von mehr als 250 Kilometern pro Stunde durch den Zyklon „Narelle“. (Archivbild)Jason O’brien/AAP/dpa
© Jason O'brien/AAP/dpa
Der Nordosten von Australien bereitet sich auf schwere Unwetter vor: Der Tropensturm „Narelle“ hat sich zu einem Zyklon der höchsten Kategorie 5 verstärkt und steuert auf den Bundesstaat Queensland zu, wie das staatliche Wetteramt BoM mitteilte. Australiens Premierminister Anthony Albanese sprach von einem „sehr gefährlichen Wetterereignis“.
Severe Tropical #CycloneNarelle, now a category 5 system, is forecast to cross the #Qld coast between Lockhart River and Cape Melville on Friday morning.
— Bureau of Meteorology, Australia (@BOM_au) March 19, 2026
Current: 10:33 am AEST on Thursday 19 March 2026.
Latest track map: https://t.co/kvnVnSAbuC pic.twitter.com/0PkCKsYR8N
Die Behörden erwarten, dass das System am Freitagmorgen (Ortszeit) mit Böen von mehr als 250 Kilometern pro Stunde auf Land treffen könnte. Das habe es in der Region seit mehr als 100 Jahren nicht mehr gegeben, betonte der Premierminister von Queensland, David Crisafulli. Derzeit erreiche der Sturm über dem Meer Windgeschwindigkeiten von 205 km/h und Böen von 285 km/h in seinem Zentrum, berichtete der Wetterdienst Weatherzone.
Starkregen und Sturzfluten befürchtet
Besonders betroffen dürfte die Region zwischen dem Küstenort Lockhart River und der Landzunge Cape Melville auf der Halbinsel Cape York sein. Neben extremen Winden wird vor allem mit heftigen Regenfällen und Sturzfluten gerechnet. Allerdings ist das Gebiet nicht sehr dicht besiedelt.
BREAKING NEWS: Severe Tropical #CycloneNarelle is now a category 5 system, with sustained wind speeds of 205 km/h and gusts reaching 285 km/h near its core.https://t.co/XMmwZnduMK
— Weatherzone (@weatherzone) March 19, 2026
Die Regionalregierung warnte auch vor möglichen Strom- und Kommunikationsausfällen sowie abgeschnittenen Verkehrswegen. Die Anwohner müssten sich auf längere Ausfälle einstellen, „denn ein System dieser Größenordnung wird die Netze auf die Probe stellen, daran besteht kein Zweifel“, sagte Crisafulli.
Auch Northern Territory bereitet sich vor
Schulen wurden geschlossen, Einsatzkräfte verstärkt und Bewohner in besonders gefährdeten Gebieten zur Evakuierung oder zum Aufsuchen sicherer Unterkünfte aufgerufen. Auch das benachbarte Northern Territory bereitet sich bereits auf Auswirkungen des Sturms am Wochenende vor.
Erst im vergangenen Jahr hatte das tropische Sturmtief „Alfred“ in Teilen von Queensland und New South Wales schwere Überschwemmungen verursacht. Viele Menschen wurden von den Wassermassen eingeschlossen und mussten auf Hilfe warten. Hunderttausende Haushalte und Geschäfte waren zeitweise ohne Strom.