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Haare als falsche Spur beim Millionen-Coup von Gelsenkirchen

Beim Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen legten die Täter anscheinend gezielt Haare als falsche Spuren aus. Was die Ermittler beschäftigt und welche neuen Details bekanntwerden.

Von dpa

20.01.2026

Ein großes Loch ist in der Wand zum Tresorraum der Sparkasse zu sehen. (Archivbild)-/Polizei Gelsenkirchen/dpa

Ein großes Loch ist in der Wand zum Tresorraum der Sparkasse zu sehen. (Archivbild)-/Polizei Gelsenkirchen/dpa

© -/Polizei Gelsenkirchen/dpa

Beim Millionen-Coup von Gelsenkirchen wurden von den Tätern Haare anscheinend als falsche Spuren verteilt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. „Bild.de“ hatte zuvor darüber berichtet.

An diesem Mittwoch ist der Fall um den aufgebohrten Tresorraum der Sparkasse Thema bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“ (ZDF, 20.15 Uhr). Am Donnerstag wird auch der Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags noch einmal über den spektakulären Einbruch sprechen. In einem aktuellen Bericht des Innenministeriums für den Ausschuss heißt es, dass es noch keine neuen Erkenntnisse zur Höhe der Beute gebe.

Einen Zusammenhang mit aufgebrochenen Schließfächern in Bonn und Halle in Westfalen sehe man bisher aber nicht, heißt es in dem Bericht. In Halle waren vier Fächer von Unbekannten geknackt worden, in Bonn steht ein Ex-Bankmitarbeiter unter Verdacht.

Fotos enthüllen neue Details vom Tatort

In Gelsenkirchen laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Im Zentrum steht unter anderem die Frage, woher die Täter detaillierte Kenntnisse über die Begebenheiten in und um die Sparkasse hatten. Von einem Archivraum aus hatten sie ein großes Loch in den Tresorraum gebohrt.

Auf Fotos, die die Deutsche Presse-Agentur einsehen konnte, sieht man unter anderem, dass das Bohrloch ganz knapp neben den Schließfächern liegt. Auf einem anderen Bild sieht man, dass die Täter mit dem Riesenbohrer erst zu weit rechts angesetzt hatten - womit sie im Zweifel an der Rückseite der Schließfächer herausgekommen wären. Für das finale Loch setzten sie weiter links an.

Für die Kühlung des Bohrers verlegten die Täter einen Schlauch vom Wasserhahn der benachbarten Damentoilette in den Archivraum, wie auf einem weiteren Bild zu sehen ist.

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