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Ex-Grünen-Chefin Lang: „Abnehmen war geplant“

Kaum eine Politikerin wurde so oft auf ihren Körper reduziert wie Ricarda Lang. Nun hat die Grünen-Politikerin stark abgenommen. Doch der Hass im Netz war nicht der Grund.

Von dpa

22.01.2025

Die Hasskommentare im Netz hätten sie eher von Themen wie Ernährung, Sport oder Gesundheit ferngehalten, sagt Ricarda Lang. (Archivbild) Bernd Wei�brod/dpa

Die Hasskommentare im Netz hätten sie eher von Themen wie Ernährung, Sport oder Gesundheit ferngehalten, sagt Ricarda Lang. (Archivbild) Bernd Wei�brod/dpa

© Bernd Wei�brod/dpa

Die ehemalige Grünen-Chefin Ricarda Lang hat sich erstmals zu ihrem deutlichen Gewichtsverlust geäußert und gesundheitliche Gründe als Motivation genannt. „Ich habe einen Job, der wahnsinnig auslaugt, und ich will ihn noch ein paar Jahre machen. Da sollte ich ein bisschen mehr auf mich achten“, sagte Lang dem „ZEITmagazin“.

Ihr Entschluss abzunehmen habe nichts mit dem Hass im Netz zu tun und auch der Rücktritt als Parteivorsitzende im September 2024 sei nicht der Auslöser gewesen. „Das Abnehmen war geplant und hart erarbeitet, schon seit letztem Frühjahr“, sagte die 31-Jährige.

Die Hasskommentare im Netz hätten sie sogar eher von Themen wie Ernährung, Sport oder Gesundheit ferngehalten. „Das waren für mich angstbesetzte Themen“, so Lang. „Manchmal war auch Trotz dabei, dass ich dachte, nee, von euch lasse ich mich da nicht reindrängen.“

Ihre Mutter vermittelte ihr ein gesundes Selbstbewusstsein

Ihr Glück sei ihre extrem unterstützende Mutter gewesen. „Ich glaube, das hat bei mir ganz viel an psychischen Schäden verhindert“, sagte Lang „Sie hat (…) mir nie das Gefühl gegeben, dass ich weniger wert bin, dass ich auf mir rumtrampeln lassen darf.“

Ihre Präsenz als dicke Frau in der Politik sei sicher wichtig für viele Frauen gewesen. „Jetzt denke ich manchmal: O Gott, verrate ich diese Frauen jetzt? Bin ich jetzt die Person, die Leuten das Gefühl gibt, sie hätten es nur dann geschafft, wenn sie abgenommen haben?“

Lang war bis zu ihrem Rücktritt vergangenen Herbst zusammen mit Omid Nouripour Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.

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