Beschützer junger Frauen niedergestochen - Festnahme
In der Paderborner Innenstadt finden Zeugen einen bewusstlosen Mann. Der Schwerverletzte gibt der Polizei Hinweise. Was hinter der Tat vermutet wird.
Die Polizei sucht nach Zeugen. (Symbolbild)Philip Dulian/dpa
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Ein 55-Jähriger soll erst junge Frauen belästigt und dann aus Rache auf ihren Beschützer eingestochen haben. Nach der Messerattacke auf einen 39-Jährigen in Paderborn nahm die Polizei den Tatverdächtigen fest. Das Opfer, ein schwer verletzte Ukrainer, erkannte den polizeibekannten Deutschen auf Fotos wieder, wie die Polizei mitteilte.
Die Staatsanwaltschaft will gegen den 55-Jährigen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags sowie der gefährlichen Körperverletzung erwirken. Der 39-Jährige befinde sich mittlerweile außer Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler könnte der Messerattacke am Samstagabend ein Streit vorausgegangen sein.
Der 39-Jährige sagte laut Polizei aus, dass er bei einem Spaziergang auf eine Gruppe junger, ukrainischer Frauen aufmerksam geworden sei. Der 55-Jährige soll die Frauen massiv bedroht und belästigt haben. Der 39-Jährige schritt nach eigenen Angaben ein und ging weiter, nachdem sich der Mann entfernt hatte. Später soll der 55-Jährige ihn mit einem Messer attackiert haben.
Zeugen hatten den Schwerverletzten bewusstlos gefunden und den Notruf gewählt. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Er wurde in der Nacht zu Sonntag notoperiert. Eine Blutspur führte vom Fundort 250 Meter durch die Innenstadt bis zu einer Passage. Die Fahndung blieb zunächst erfolglos. Der 55-Jährige wurde nach der Aussage des Opfers in Paderborn festgenommen.