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Weniger illegale Einreisen über MV-Häfen registriert

An den Binnengrenzen versuchen Menschen regelmäßig, ohne die notwendigen Papiere nach Deutschland zu kommen. In MV kontrolliert die Bundespolizei stichprobenartig auch in Seehäfen.

Von dpa

09.02.2026

Auch am Überseehafen Rostock gibt es stichprobenartige Einreisekontrollen. Bernd Wüstneck/dpa

Auch am Überseehafen Rostock gibt es stichprobenartige Einreisekontrollen. Bernd Wüstneck/dpa

© Bernd Wüstneck/dpa

Die Bundespolizei hat im vergangenen Jahr bei Kontrollen in den Seehäfen Mecklenburg-Vorpommerns 215 Menschen festgestellt, die unerlaubt nach Deutschland einreisten. Im Vergleich zum Vorjahr 2024 waren das 60 illegale Einreisen weniger, die bei Stichprobenkontrollen an den Fährhäfen Rostock Überseehafen und Mukran registriert wurden. 

Hauptsächlich habe es sich um syrische, afghanische, serbische, mazedonische und ukrainische Staatsangehörige gehandelt, teilte die Bundespolizei auf Anfrage mit. Die wenigsten illegalen Einreisen wurden dabei im Fährhafen Mukran auf Rügen festgestellt: Im Jahr 2025 waren es lediglich vier, im Jahr zuvor sechs. Der Rest entfiel auf den Hafen Rostock.

Stichprobenkontrollen an den Häfen

Die Einreisen erfolgen in der Regel mit der Fähre. Es gibt stichprobenartige Kontrollen. Überprüft werden laut Bundespolizei auch Busse und Autos. Im Unterschied zu den Landgrenzen etwa zu Polen finden in den Seehäfen keine temporären Binnengrenzkontrollen statt. 

Insgesamt halbierte sich die Zahl der unerlaubten Einreisen nach Deutschland innerhalb von zwei Jahren. 2025 stellte die Bundespolizei an allen deutschen Land-, Luft- und Seegrenzen 62.526 illegale Einreisen fest. 2024 waren es noch 83.572 unerlaubte Einreisen gewesen, 2023 zählte die Bundespolizei 127.549. 

Zuletzt trafen die Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Rostock am 4. Februar 2026 im Überseehafen Rostock bei einer Kontrolle eines Reisebusses auf der Route von Frankreich nach Norwegen einen 36-jährigen Marokkaner an, der zwar mit gültigem Reisepass, aber ohne gültigen Aufenthaltstitel unterwegs war. Gegen ihn lag zudem eine Fahndung der Staatsanwaltschaft vor. Er wurde nur einen Tag später auf dem Luftweg über den Flughafen Frankfurt am Main in sein Heimatland abgeschoben.

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