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Landespolitik freut sich über Exzellenz-Status für Uni Jena

Die Uni Jena erhält den Titel „Exzellenzuniversität“. Landespolitiker feiern die Auszeichnung als großen Erfolg für Thüringen und würdigen die Arbeit vieler Forscherinnen und Forscher.

Von dpa

02.10.2026

Jubel des Regierungschefs: Ministerpräsident Mario Voigt freut sich für die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die sich künftig „Exzellenz-Universität„ nennen darf. Bodo Schackow/dpa

Jubel des Regierungschefs: Ministerpräsident Mario Voigt freut sich für die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die sich künftig „Exzellenz-Universität„ nennen darf. Bodo Schackow/dpa

© Bodo Schackow/dpa

Jubel, Freude und Anerkennung der Leistung: Thüringer Landespolitiker reagieren mit Begeisterung auf die Nachricht, dass die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena sich nun „Exzellenzuniversität“ nennen darf. Es sei ein großartiger Tag für Thüringen, aber auch eine „Riesenleistung“, sagte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt. „Wir wussten schon vorher, dass die FSU exzellent ist. Heute haben wir es jetzt wirklich auch bestätigt bekommen. Und das ist Ihre Leistung“, sagte der CDU-Politiker, nachdem Bundeswissenschaftsministerin Dorothee Bär (CSU) in Bonn die Entscheidung bekanntgegeben hatte.

Spitzenforschung aus Thüringen

Landeswissenschaftsminister Christian Tischner sprach von einem herausragenden Erfolg. „Die FSU ermöglicht Spitzenforschung in den drei Schwerpunkten Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Geistes- und Sozialwissenschaften und fördert Wissenschaft auf international höchstem Niveau“, erklärte der CDU-Politiker in einer Mitteilung. Hinter der Exzellenz-Entscheidung stünden Forscherinnen und Forscher, die über Jahre an Konzepten, Anträgen und Experimenten gearbeitet hätten, ohne zu wissen, ob es am Ende reiche.

Der wissenschaftspolitische Sprecher der Thüringer SPD-Fraktion, Lutz Liebscher, sieht die Auszeichnung auch als Erfolg für den Wissenschaftsstandort Thüringen insgesamt. Hinter der Entscheidung stünden fast zwei Jahrzehnte wissenschaftlicher Aufbauarbeit und eine gemeinsame Anstrengung vieler Beteiligter, hob Liebscher hervor, der auch SPD-Fraktionschef ist.

Internationales Ansehen 

CDU-Fraktionschef Andreas Bühl erklärte, Jena habe sich in einem anspruchsvollen wissenschaftlichen Wettbewerb durchgesetzt und stehe nun auch offiziell in einer Reihe mit Universitäten von Weltrang. „Das stärkt das nationale und internationale Ansehen unseres gesamten Hochschulstandortes.“ 

Die Uni Jena ist die erste Hochschule mit dieser Auszeichnung im Freistaat. Thüringens größte Universität mit rund 17.000 Studierenden hatte im Mai 2025 die Förderung für zwei disziplinübergreifende Forschungsprojekte - sogenannte Exzellenzcluster - erhalten. Dadurch konnte sie sich um den Status als Exzellenzuniversität bewerben. Vergangenen November hatte die Hochschule nach eigenen Angaben den Antrag „Light. Life. Liberty. - Connecting People and Ideas“ (deutsch: „Licht. Leben. Freiheit. - Menschen und Ideen verbinden“) zur Bewerbung eingereicht. Ein weiterer Schritt war im Juni dieses Jahres der Besuch einer internationalen Gutachtergruppe in Jena.

Bundesweit standen Neuanträge von elf Universitäten und Verbünden zur Auswahl. Bis zu fünf neue Exzellenzstandorte konnten ausgewählt werden. Neben Jena erhielten die Universitäten Freiburg und Köln sowie der Verbund der Rhein-Main-Universitäten Darmstadt, Frankfurt und Mainz und der Verbund der Uni Bochum und der TU Dortmund („Ruhr Innovation Lab“) den Zuschlag.

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