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Tourismus im Norden mit kleinem Plus im ersten Halbjahr

Ostsee und Binnenland legen zu, die Nordsee verliert etwas: Wie sich Reisegewohnheiten im Norden verändern und was das für die Branche bedeutet.

Von dpa

03.09.2026

Es war wieder ordentlich was los im ersten Halbjahr in Schleswig-Holstein. (Archivbild)  Bodo Marks/dpa

Es war wieder ordentlich was los im ersten Halbjahr in Schleswig-Holstein. (Archivbild) Bodo Marks/dpa

© Bodo Marks/dpa

Trotz vieler Unsicherheiten in der Welt hat der Schleswig-Holstein-Tourismus ein erstes Halbjahr mit leichtem Wachstum erlebt. Von Januar bis Juni kamen gut 4,276 Millionen Gäste, das war ein Zuwachs von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den Übernachtungen fiel das Plus mit 0,4 Prozent auf gut 15,821 Millionen weniger deutlich aus. 

Die Zahlen des Statistikamts Nord bestätigen den Trend zu kürzeren Reisen, wie Tourismusminister Claus Ruhe Madsen (CDU) bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz sagte. Der Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH), Stefan Borgmann, sagte, man beobachte seit Jahren auch den Trend zu spontaneren Buchungen. Zum Teil werde erst während der Fahrt in den Urlaub gebucht. „Das macht unseren Betrieben zu schaffen, denn die Planbarkeit sinkt.“ 

Im ersten Halbjahr schnitten die Ziele an der Ostsee und im Binnenland mit einem leichten Zuwachs besser ab als die Nordseeküste, an der es insgesamt leicht negative Zahlen gab. Übernachtungen auf Campingplätzen blieben stabil.

Für Urlauberinnen und Urlauber werde der Erlebnischarakter einer Destination zunehmen wichtiger, sagte Madsen. Außerdem müssten Preis und Leistung in einem angemessenen Verhältnis stehen. Daran müsse man in Schleswig-Holstein weiter arbeiten.

Wattwanderungen sind beliebt bei Nordseeurlaubern in Schleswig-Holstein. (Archivbild)Christian Charisius/dpa

Wattwanderungen sind beliebt bei Nordseeurlaubern in Schleswig-Holstein. (Archivbild)Christian Charisius/dpa

© Christian Charisius/dpa

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