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Tausende feiern Musik und Mutzbraten bei Sommerhitze

Sänger in barocken Sälen, Mutzbraten am offenen Feuer und Tanz unter freiem Himmel – Thüringen feiert die Sommersonnenwende mit Musik und regionalen Leckerbissen.

Von dpa

21.06.2026

Mutzbraten ist ein im Osten Thüringens und Westsachsen verbreitetes Grillgericht, bei dem ein faustgroßes Stück Fleisch aus der Schweineschulter oder Kamm mit Salz, Pfeffer und Majoran mariniert und anschließend über Birkenholzfeuer gegrillt wird.Sebastian Willnow/dpa

Mutzbraten ist ein im Osten Thüringens und Westsachsen verbreitetes Grillgericht, bei dem ein faustgroßes Stück Fleisch aus der Schweineschulter oder Kamm mit Salz, Pfeffer und Majoran mariniert und anschließend über Birkenholzfeuer gegrillt wird.Sebastian Willnow/dpa

© Sebastian Willnow/dpa

Ein Wochenende voller Musik, Begegnungen und regionaler Traditionen hat Tausende Menschen in ganz Thüringen auf Straßen, Plätze, in Kirchen, Schlösser und historische Residenzen gelockt. Doch nicht nur musikalisch, sondern auch kulinarisch ging es bei hochsommerlichen Temperaturen heiß her: So wurde in Schmölln erstmals die Mutzbraten-Meisterschaft ausgetragen. 

Teams aus Vereinen, Unternehmen und privaten Gruppen stellten ihr Können bei der Zubereitung der regionalen Spezialität unter Beweis. Das Gericht aus Schweinefleisch, das mit Salz, Pfeffer und Majoran gewürzt und über offenem Birkenholz-Feuer gegrillt wird, gilt im Altenburger Land als kulinarisches Aushängeschild. 

Von Chorgesang bis Straßenmusik

Stimmreich ging es hingegen bei den Thüringer Chorschätzen in 16 Residenzen zu. Rund 2.000 Sängerinnen und Sänger aus 66 Chören brachten nach Veranstalterangaben historische Säle, Kirchen und Schlossanlagen zum Klingen. Chöre aus Thüringen sowie aus acht weiteren Bundesländern präsentierten ein breites Repertoire von geistlicher Musik über traditionelle Chorliteratur bis hin zu modernen A-cappella-Programmen.

Zeitgleich wurde zum kalendarischen Sommeranfang am Sonntag in vielen Thüringer Orten bei der Fête de la Musique aufgespielt und getanzt. Das internationale Musikfest geht auf eine in Frankreich entstandene Idee zurück und wird traditionell zur Sommersonnenwende am 21. Juni gefeiert. In Thüringen brachte es dazu am Sonntag zahlreiche Musikerinnen und Musiker auf öffentliche Plätze und in die Innenstädte etwa von Weimar, Gera, Apolda oder Meiningen. Die Konzerte lockten zahlreiche Besucher an und machten Innenstädte und Parks zu offenen Bühnen.

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