Tatverdächtige nach Angriff auf Sylt weiter in U-Haft
Nach den Schüssen auf einen Barbershop auf Sylt schweigen die Tatverdächtigen. Die Ermittler geben bisher keine Details zum möglichen Motiv bekannt.
Die Beschuldigten schweigen weiterhin (Archivbild).Lea Albert/dpa
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Rund zwei Wochen nach den Schüssen auf einen Barbershop auf der Insel Sylt halten sich die Ermittler weiter mit Details zum möglichen Motiv zurück. „Zu den Ermittlungen betreffend die Hintergründe der Tat erfolgt derzeit keine Stellungnahme“, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Flensburg auf Nachfrage mit. Die beiden Tatverdächtigen haben sich den Angaben zufolge bisher nicht zur Sache geäußert.
Die beiden Beschuldigten sitzen weiterhin in Untersuchungshaft. Es bestehe der dringende Verdacht des versuchten Totschlags, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das bedeute, dass sie es mindestens billigend in Kauf nahmen, eine oder mehrere Personen in dem Barbershop mit den Schüssen zu treffen.
Am 3. Juni waren am Vormittag in einer Einkaufsstraße in Westerland mindestens drei Schüsse auf einen Barbershop abgegeben worden. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Ein 15-Jähriger steht unter dringendem Verdacht, geschossen zu haben. Einem 23-jährigen Türken wird früheren Angaben der Polizei zufolge zur Last gelegt, mit dem 15-jährigen Aserbaidschaner nach Sylt gefahren zu sein und dort dessen Tatausführung zumindest gefördert zu haben.