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Schweriner Zoo freut sich über Giraffen-Nachwuchs

Erst trinken und wachsen, dann die Giraffengruppe kennenlernen: Das neugeborene Kalb bleibt vorerst bei Mutter Kahlua. Der Nachwuchs ist auch für den Artenschutz wichtig.

Von dpa

16.10.2026

Im Februar 2025 wurde bereits der kleine Mojo im Schweriner Zoo geboren - nun gibt es erneut Familienzuwachs bei den Giraffen. (Illustration)Jens Büttner/dpa

Im Februar 2025 wurde bereits der kleine Mojo im Schweriner Zoo geboren - nun gibt es erneut Familienzuwachs bei den Giraffen. (Illustration)Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Lange Beine, neugierige Augen und ein erster Schritt ins Leben: Im Zoo Schwerin hat eine kleine Nubische Giraffe das Licht der Welt erblickt. Das weibliche Kalb wurde am Dienstag um 14.00 Uhr geboren, wie der Zoo nun mitteilte. Mutter Kahlua und ihrem Nachwuchs geht es demnach gut. Obwohl die Kleine erst wenige Tage alt ist, zeige sie sich bereits erstaunlich munter und selbstbewusst.

Für die sieben Jahre alte Kahlua ist es die zweite Geburt. Wie schon bei ihrem ersten Jungtier Mojo, das 2025 zur Welt kam, kümmert sie sich nach Zoo-Angaben fürsorglich um ihr Kleines. Das Kalb trinke problemlos und entwickele sich bislang gut.

Ein kleiner Überraschungsgast

Die Geburt kam trotz vorbereiteter Tierpfleger letztlich überraschend. Noch am Vormittag hatte Kahlua keine eindeutigen Anzeichen gezeigt. Als es schließlich so weit war, brachte das Team die Giraffe in einen geschützten Bereich. Dort konnte das Kalb in Ruhe zur Welt kommen.

Bis das Jungtier über die große Außenanlage spaziert, wird es noch etwas dauern. Vorerst bleiben Mutter und Tochter von den übrigen Giraffen getrennt, damit sie sich aneinander gewöhnen können. Neben ihrer gesundheitlichen Entwicklung spielt auch das Wetter eine Rolle.

Für die Schweriner Giraffenfamilie stehen ohnehin Veränderungen bevor: Jungtier Mojo soll nämlich in einen anderen Zoo umziehen - wann genau, ist noch offen. Bis dahin leben in Schwerin fünf Giraffen: das neugeborene Kalb, Mutter Kahlua, deren Schwester Daisy sowie die beiden Bullen Madiba und Mojo.

Ein kleines Kalb mit großer Bedeutung

Die Geburt ist nicht nur ein schöner Moment für den Zoo, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz: Nubische Giraffen gehören zu den stark bedrohten Nördlichen Giraffen, von denen nach Angaben des Zoos nur noch knapp 7.000 in freier Wildbahn leben. Die koordinierte Erhaltungszucht in zoologischen Einrichtungen soll dazu beitragen, die bedrohten Tiere langfristig zu erhalten.

Bis die kleine Giraffe ihre ersten Schritte vor Publikum macht, bleibt ihr nun erst einmal Zeit für das Wichtigste: trinken, wachsen - und ganz nah bei Mama sein.

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