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„Schockanrufe“: Täter erbeuten Bargeld und Wertgegenstände

Es ist eine bekannte Taktik: Kriminelle rufen Menschen an und gaukeln die Notlage eines Verwandten vor. In Trier und der Eifel haben sich Unbekannte damit an zwei Frauen bereichert.

Von dpa

16.10.2026

Die Opfer reagieren bei „Schockanrufen“ emotional und gehen auf die Forderungen der Kriminellen ein. (Symbolbild)Roland Weihrauch/dpa

Die Opfer reagieren bei „Schockanrufen“ emotional und gehen auf die Forderungen der Kriminellen ein. (Symbolbild)Roland Weihrauch/dpa

© Roland Weihrauch/dpa

In zwei benachbarten Landkreisen zwischen der Eifel und der Mosel sind Telefonbetrüger am Werk gewesen. Kriminelle erbeuteten dort Wertgegenstände sowie Bargeld im insgesamt sechsstelligen Bereich. Im Kreis Bitburg-Prüm schlugen Unbekannte nach Polizeiangaben bei einer älteren Frau zu. Die um ihre Tochter besorgte Seniorin händigte den Betrügern Wertgegenstände im sechsstelligen Bereich aus. 

Die Täter berichteten der Frau am Telefon, dass ihre Tochter im Krankenhaus liege und ein seltenes Medikament für eine dringende Behandlung benötige. Dafür brauche das Krankenhaus einen Nachweis darüber, dass die Seniorin über die finanziellen Mittel verfüge, für das Medikament aufzukommen. Weil die Tochter laut Polizei tatsächlich kurz vor der Tat im Krankenhaus war, glaubte das besorgte Opfer den Anrufern.

Es ist der zweite Fall in der Region innerhalb kurzer Zeit. Am Mittwoch hatte eine Seniorin in Trier gleich zweimal Geld an Telefonbetrüger übergeben. Mit zwei Anrufen ihrer vermeintlichen Enkelin, die bei einem Unfall ein kleines Mädchen verletzt haben soll, erbeuteten die Täter eine fünfstellige Bargeldsumme, wie die Polizei mitteilte. 

Polizei: Schockanrufe tauchen häufig in Wellen auf 

Ob ein Zusammenhang zwischen den Taten bestehe, sei noch unklar, erklärte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Trier. Dies werde bei den Ermittlungen geprüft. Schockanrufe tauchen den Angaben zufolge häufig in Wellen auf, bei denen in wenigen Stunden sehr viele Anrufe bei Bürgern in einem bestimmten Gebiet eingehen. 

„Oft bekommen wir nur davon mit, wenn sich die Geschädigten bei uns melden“, sagte die Polizeisprecherin. Ob es zwischen Trier und der Eifel deshalb gerade zu einer größeren Welle an Anrufen gekommen ist, sei deshalb unklar.

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