dpa

Rentner verliert über 100.000 Euro an angebliche Polizisten

Die Polizei warnt: Wer am Telefon zur Herausgabe von Wertgegenständen gedrängt wird, sollte sofort auflegen. Welche Tricks nutzen die Täter noch?

Von dpa

29.07.2026

Der Rentner erhielt einen Anruf von einem Mann mit unterdrückter Rufnummer, der sich als Polizeibeamter ausgab. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Der Rentner erhielt einen Anruf von einem Mann mit unterdrückter Rufnummer, der sich als Polizeibeamter ausgab. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Betrüger haben sich als Polizisten ausgegeben und mit dieser Masche einen Rentner aus dem Kreis Offenbach um mindestens 100.000 Euro gebracht. Nach Angaben der Polizei übergab das Opfer den Tätern Schmuck und Gold. Die Beamten schätzten die Schadenshöhe auf eine niedrige sechsstellige Summe.

Den Angaben zufolge hatte sich ein Mann bei einem Telefonanruf als Polizist ausgegeben und den Rentner aufgefordert, sein Bankschließfach wegen einer angeblich bevorstehenden Straftat vorsorglich zu leeren und den Inhalt nach Hause zu holen. Ein Komplize habe später den Senior in seiner Wohnung besucht und Gold und Schmuck in Empfang genommen - angeblich, um die Wertegenstände auf einer Polizeiwache sicher zu verwahren. Anschließend machte er sich in unbekannter Richtung davon.

Polizei warnt vor Betrugsmasche

Die Polizei sucht nun Zeugen und warnte erneut vor dieser Betrugsmasche. „Echte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte fordern Bürgerinnen und Bürger niemals dazu auf, Geld, Schmuck, Gold oder andere Wertgegenstände aus Bankschließfächern zu holen oder zur angeblich sicheren Verwahrung an Unbekannte zu übergeben, schon gar nicht am Telefon“, betonte das Polizeipräsidium Südosthessen. 

Wer einen solchen Anruf erhalte, solle am besten sofort auflegen oder im Zweifelsfall die Polizei über eine bekannte Rufnummer verständigen.

Karte

Weitere Themen