Rentner übergibt 60.000 Euro an Betrüger nach Schockanruf
Verstärkt versuchen Kriminelle mit einer Masche, Menschen um ihr Geld zu bringen. Im Landkreis Hildburghausen hatten sie Erfolg.
Die Polizei warnt immer wieder vor solchen Anrufen. (Symbolbild) Roland Weihrauch/dpa
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Nach einem sogenannten Schockanruf hat ein 86-Jähriger im Landkreis Hildburghausen eine große Summe Bargeld an einen falschen Polizisten verloren. Der Mann habe dem Betrüger am Samstag etwa 60.000 Euro übergeben, teilte die Polizei mit.
Bei solchen Schockanrufen geben sich Kriminelle am Telefon etwa als Polizisten aus und berichten von angeblichen Unfällen, in die Angehörige der oft älteren Angerufenen verwickelt sein sollen. Die Anrufer erklären dann etwa, dass allein die Zahlung einer Kaution die Angehörigen vor einer Haftstrafe bewahren könne. Die Betrüger erklären dann, dass die Kaution in Form von Bargeld, Schmuck oder anderen Wertsachen abgeholt werden könne.
Polizei: Opfer konnte Angehörige nicht erreichen
Im Falle des 86-Jährigen in Eisfeld habe dieser zwar noch versucht, nach dem Schockanruf Angehörige zu erreichen. Das war ihm laut Polizei aber nicht gelungen. Deshalb sei der Mann davon ausgegangen, dass es sich bei der am Telefon erzählten Lüge um die Wahrheit handelte.
Der Polizeiinspektion Hildburghausen zufolge häufen sich aktuell solche Betrugsmaschen wieder. Sie betont, dass die Polizei niemals nach Geld- oder Wertsachen frage und auf deren Herausgabe drängen.