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Polizei nimmt polnische Aktivisten vorübergehend fest

Die Berliner Polizei stoppt eine Gruppe in gelben Westen auf dem Weg zum polnischen Gedenkort am Reichstagsgebäude. Was passierte dann und was steckt dahinter?

Von dpa

17.06.2026

Die Berliner Polizei hat am Dienstag mehrere polnische Aktivisten vorübergehend festgenommen. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa

Die Berliner Polizei hat am Dienstag mehrere polnische Aktivisten vorübergehend festgenommen. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Polnische Aktivisten sind in Berlin in der Nähe des Reichstagsgebäudes mit der Polizei aneinandergeraten. Sechs von ihnen wurden vorübergehend festgenommen, wie die Berliner Polizei auf der Plattform X mitteilte. Eine Gruppe von rund 15 Menschen, die gelbe Westen trugen, hatte sich am späten Dienstagnachmittag am Skulpturenpark vor dem Reichstagsgebäude zusammengefunden. Sie wollten nach Angaben der Polizei mit Transparenten und einem großen Holzkreuz zum nahen Gedenkort für Polen in der Heinrich-von-Gagern-Straße laufen.

Das sei ihnen von Einsatzkräften der Polizei jedoch untersagt worden. Ein Sprachmittler habe ihnen vorgeschlagen, eine Kundgebung am Skulpturenpark abzuhalten oder sich einzeln zum Gedenkort zu begeben.

Vorschlag der Polizei wurde nicht akzeptiert

Die Gruppe sei darauf aber nicht eingegangen und mit dem Kreuz und den Transparenten in Richtung Gedenkstein gelaufen. Dieser erinnert an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzungsherrschaft in Polen zwischen 1939 und 1945. Daraufhin habe die Polizei sechs Menschen vorübergehend festgenommen. 

Weil es dabei zu Widerstand gekommen sei, seien auch Zwangsmaßnahmen angewendet worden, so die Polizei. Alle sechs Menschen seien anschließend wieder entlassen worden. Details zu dem Vorfall würden noch ermittelt, sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen. Nach Angaben des „Tagesspiegel“ steckt hinter der Aktion die rechtsextreme polnische Bürgerwehr „Ruch Obrony Granic“ („Bewegung zur Verteidigung der Grenzen“).

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