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Pellmann beantwortet die meisten Bürgerfragen im Bundestag

361 Fragen an die sächsischen Bundestagsabgeordneten, aber nicht jeder antwortet. Drei Parlamentarier aus Leipzig sind vorbildlich.

Von dpa

16.07.2026

Über das Portal Abgeordnetenwatch wurden zuletzt 361 Fragen an sächsische Bundestagsabgeordnete gestellt. (Archivbild)Elisa Schu/dpa

Über das Portal Abgeordnetenwatch wurden zuletzt 361 Fragen an sächsische Bundestagsabgeordnete gestellt. (Archivbild)Elisa Schu/dpa

© Elisa Schu/dpa

Linke-Politiker Sören Pellmann bleibt der „gefragteste“ sächsische Abgeordnete im Bundestag. Nach Angaben des unabhängigen Dialogportals Abgeordnetenwatch bekam er mit 67 die meisten Fragen aller Abgeordneten aus dem Freistaat und beantwortete jede davon. Auf Platz 2 folgt Jens Lehmann (CDU), der bei 39 Fragen ebenso auf alle eine Antwort fand. Dahinter rangiert Paula Piechotta von den Grünen mit 29 Antworten und gleichfalls einer Quote von 100 Prozent. Alle drei stammen aus Leipzig.

AfD-Abgeordnete schweigen gern

Den letzten Platz belegt erneut Tino Chrupalla (AfD), hieß es. Der AfD-Bundessprecher habe seit seinem Einzug in den Bundestag 2017 keine einzige Frage beantwortet. Vor ihm auf Platz 29 landet Maximilian Krah (AfD), der ebenfalls schweigt.

Seit 2004 können Bürger bei Abgeordnetenwatch Parlamentarier des Bundestags, der Landtage und des Europaparlaments befragen. Dieses Mal ging es um den Zeitraum seit der konstituierenden Sitzung des Bundestags am 25. März 2025 bis zum 29. Juni dieses Jahres. Bei sächsischen Abgeordneten gingen insgesamt 361 Fragen ein, 284 wurden beantwortet. Elf der 30 Abgeordneten antworteten nicht, hieß es. Zehn von ihnen gehören der AfD an. 16 Parlamentarier beantworten 90 bis 100 Prozent der Fragen - damit erhalten sie das Prädikat „hervorragend“.

„Wer gewählt wird, schuldet den Bürgern Antworten“

„Wer gewählt wird, schuldet den Bürgerinnen und Bürgern Antworten, kein Schweigen“, betonte Louiza Charalambous von der Plattformleitung Abgeordnetenwatch. Gerade erlebe man wegen des Reformpakets der Bundesregierung einen enormen Fragenansturm. „Das zeigt: Die Menschen wollen verstehen, warum Politik so entscheidet, wie sie entscheidet. Wer diese Fragen ignoriert, weil sie Arbeit machen oder unbequem sind, verspielt leichtfertig Vertrauen.“

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