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Pegida-Gründer Bachmann mobilisiert wieder in Dresden

Keine Bühne, keine langen Reden: Pegida-Gründer Lutz Bachmann will mit neuen Versammlungen in Dresden zu den Anfängen zurück. Beim ersten „Abendspaziergang“ kamen 450 Menschen zusammen.

Von dpa

03.11.2026

Bachmann hatte Pegida im Herbst 2014 mitgegründet und wurde zum bekanntesten Gesicht der Bewegung. Lea Winkler/dpa

Bachmann hatte Pegida im Herbst 2014 mitgegründet und wurde zum bekanntesten Gesicht der Bewegung. Lea Winkler/dpa

© Lea Winkler/dpa

Pegida-Gründer Lutz Bachmann hat am Abend nach einer rund zweijährigen Pause wieder zu einer Versammlung in Dresden aufgerufen. Unter dem Motto „ZEIT AUFZUSTEHEN!“ versammelten sich nach Polizeiangaben rund 450 Menschen auf dem Neumarkt. Anschließend zogen sie bei einem Marsch durch die Stadt. Der Veranstalter hatte im Vorfeld mit bis zu 350 Teilnehmern gerechnet.

Bachmann hatte die Veranstaltung als „Dresdner Abendspaziergang mit neuem Format“ angekündigt. Die wöchentlichen Kundgebungen von Pegida waren unter dem Namen „Abendspaziergänge“ bekannt geworden. Eine weitere Versammlung in diesem Format kündigte Bachmann für Dezember an.

Auf eine Bühne und große Lautsprecher verzichtete Bachmann. Für eine einleitende Ansprache nutzte er ein Megafon – eigenen Worten zufolge, das Megafon, das schon bei der ersten Pegida-Veranstaltung verwendet wurde. In einem vorab auf Facebook veröffentlichten Video hatte er erklärt, die zweijährige Pause genutzt zu haben, um über die Entwicklung der Bewegung nachzudenken. Nun wolle er zu den Anfängen zurückkehren, als die Veranstaltungen noch ohne große Bühnen und prominente Redner auskamen.

Der Marsch verlief weitgehend ruhig. Am Lutherdenkmal kam es zum Ende der Versammlung zu kurzen Wortgefechten und körperlichen Reibereien zwischen Teilnehmern und drei Männern mit Kameras; die Polizei griff ein und sprach mit den Beteiligten.

Nach zwei Jahren Pegidapause

Bachmann hatte Pegida im Herbst 2014 mitgegründet und wurde zum bekanntesten Gesicht der Bewegung. Die Abkürzung steht für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Im Oktober 2024 hatte Bachmann nach insgesamt 250 Kundgebungen das Ende der regelmäßigen Demonstrationen verkündet. Als Gründe nannte er unter anderem gesundheitliche und finanzielle Probleme.

Auf Anfrage teilte das Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen mit, dass Bachmann auch heute noch als Rechtsextremist eingestuft werde und damit Beobachtungsobjekt der Behörde sei. Auch Pegida werde weiterhin als rechtsextremistische Bestrebung geführt.

Bachmann hatte die Veranstaltung als „Dresdner Abendspaziergang mit neuem Format“ angekündigtLea Winkler/dpa

Bachmann hatte die Veranstaltung als „Dresdner Abendspaziergang mit neuem Format“ angekündigtLea Winkler/dpa

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Der Marsch verlief weitgehend ruhig. Zwischendurch sangen die Teilnehmer die deutsche Nationalhymne.Lea Winkler/dpa

Der Marsch verlief weitgehend ruhig. Zwischendurch sangen die Teilnehmer die deutsche Nationalhymne.Lea Winkler/dpa

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