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Neuer Park - Wind- und Solarenergieanlage in Co-Existenz

86.000 Solarmodule und acht Windräder liefern gemeinsam Strom – aber wer darf zuerst ins Netz, um Überlastung zu vermeiden? Ein innovatives Projekt in Mansfeld-Südharz gibt Antworten.

Von dpa

07.06.2026

Bei Gerbstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz ist ein innovativer Solarpark in Betrieb gegangen. (Archivbild) Andreas Arnold/dpa

Bei Gerbstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz ist ein innovativer Solarpark in Betrieb gegangen. (Archivbild) Andreas Arnold/dpa

© Andreas Arnold/dpa

Dass ein Windpark und eine Solaranlage gemeinsam ein Umspannwerk nutzen und „netzdienlich einspeisen“ können, soll im Landkreis Mansfeld-Südharz unter Beweis gestellt werden. Vorrang bei der Einspeisung hat der aus acht Anlagen bestehende Windpark, um das Netz nicht zu überlasten, wie das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt anlässlich der Inbetriebnahme einer 53 Hektar großen Solaranlage nahe Gerbstedt mitteilte. Hier seien rund 86.000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von rund 54 Megawatt Peak verbaut worden. 

Günstige Heimatenergien mehr nutzen

„Wir brauchen in Deutschland mehr Erneuerbare und nicht weniger, weil es unsere günstigen Heimatenergien sind. Dabei gilt es, nicht über Netzengpässe zu nörgeln“, sagte Energieminister Armin Willingmann (SPD) laut Mitteilung. Diese seien mit pragmatischen Lösungen abzuwenden. Beim konsequenten Stromnetzausbau darf laut Willingmann nicht noch mehr Zeit verloren werden. 

Trotz der Co-Existenz arbeitet die neue Photovoltaik-Freiflächenanlage nach Betreiberangaben wirtschaftlich, weil Windstrom vorwiegend im Winter und Sonnenstrom in den Sommermonaten erzeugt wird. Ein übergeordneter Regler kontrolliert die gemeinsame Energieleistung und verhindert die Überlastung des Netzanschlusses.

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