Nachwuchs bei Wisentherde in Döberitzer Heide
Wisente gelten als die schwersten Landsäugetiere Europas. Die Herde in der Döberitzer Heide hat nun Nachwuchs bekommen.
Die Wisentherde in der Döberitzer Heide hat Nachwuchs bekommen.Ingolf König/Heinz Sielmann Stiftung/dpa
© Ingolf König/Heinz Sielmann Stiftung/dpa
Die Wisentherde in der Döberitzer Heide hat Nachwuchs bekommen. Laut Angaben der Heinz Sielmann Stiftung wurden Mutter und Kalb im Dickicht gesichtet. Ein so junges Kalb aus solcher Nähe zu sehen, komme nur sehr selten vor.
„Im Juni ziehen sich die Wisentkühe in die dichteren und ruhigeren Bereiche der für Besucher nicht zugänglichen Kernzone zurück“, erklärte die Sprecherin. Dort bringe das Muttertier ihr Kalb allein zur Welt. „Nach ein bis zwei Tagen kehren sie zur Herde zurück, wo sich die Jungtiere bald zu kleinen Spielgruppen zusammenfinden.“
Laut der Stiftung leben aktuell rund 130 Wisente in der 1.860 Hektar großen Kernzone der Döberitzer Heide. Sie gelten als die schwersten Landsäugetiere Europas und tragen zum Erhalt von Lebensräumen für weitere Arten bei. „Sie verbeißen junge Gehölze, verhindern so ein Zuwachsen der Flächen und trampeln Sandboden frei, in dem Wildbienen und andere bodenbrütende Insekten ihre Nester bauen können“, führte die Sprecherin weiter aus.