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Mit erfundenen Geschichten 200.000 Euro von Ärztin ergaunert

Mit wilden Geschichten als Opernsänger, Interpol-Polizist und Hunderetter erschleicht ein Mann 200.000 Euro von einer Leipziger Ärztin. Wie konnte er ihr Vertrauen gewinnen?

Von dpa

11.08.2026

Mit erfundenen Geschichten 200.000 Euro von Ärztin ergaunert. (Symbolbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Mit erfundenen Geschichten 200.000 Euro von Ärztin ergaunert. (Symbolbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Nach einem ungewöhnlichen Betrugsfall in Leipzig hat die Polizei einen Tatverdächtigen in den Niederlanden festgenommen. Der 63-Jährige steht unter dem Verdacht, eine Ärztin mit teilweise hanebüchenen Erklärungen um 200.000 Euro betrogen zu haben, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilten.

Mann gab sich als Polizist, Opernsänger und Hunderetter aus

Der Mann war demnach im Juli 2025 in der Praxis der Medizinerin erschienen und hatte sich unter falschem Namen als Privatpatient ausgegeben. Er gaukelte der Frau vor, Polizist bei Interpol zu sein, eine Ausbildung als Opernsänger zu haben, in Tunesien Hunde zu retten und aufgrund verschiedener Erkrankungen und vermeintlich notwendiger Operationen finanzielle Hilfe zu benötigen.

Mit diesen Angaben erschlich er sich das Vertrauen der Ärztin, die ihm insgesamt 200.000 Euro aushändigte, im Glauben daran, dem Patienten freundschaftlich zu helfen. Danach verschwand der Tatverdächtige und setzte sich zunächst ins Ausland ab. Die Behörden bezeichnen diese Betrugsmasche als „Friends-Scamming“.

Der 63-Jährige wurde schließlich in den Niederlanden aufgespürt und Mitte Mai dieses Jahres festgenommen und soll nunmehr in die JVA Leipzig überführt werden. Die Ermittlungen dauern an.

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