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Arbeitslosigkeit im August in Thüringen weiter gestiegen

Die Flaute auf dem Arbeitsmarkt dauert an: Im August waren mehr Menschen in Thüringen arbeitslos gemeldet als im Monat zuvor. Besonders bei einer Altersgruppe nahm die Arbeitslosigkeit stak zu.

Von dpa

28.08.2026

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Thüringen im August gestiegen. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Thüringen im August gestiegen. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

Die Zahl der Arbeitslosen im August ist in Thüringen weiter gestiegen. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren im August 71.788 Männer und Frauen im Freistaat arbeitslos gemeldet. Das waren 636 Menschen oder 0,9 Prozent mehr als im Juli. Zudem waren es 1.000 Arbeitslose beziehungsweise 1,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. 

Die Arbeitslosenquote betrug 6,6 Prozent und lag 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr betrug sie 6,4 Prozent. Stichtag für die aktuelle Statistik war der 13. August.

Viele junge Menschen suchen Arbeit

Deutlich nahm die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen zu. Rund 11.400 Arbeitslose waren jünger als 25 Jahre - etwa 1.100 mehr als im Juli und 890 mehr als vor einem Jahr. Bei den unter 20-Jährigen erhöhte sich die Zahl binnen eines Monats sogar um knapp ein Fünftel. 

„Im August stieg die Zahl der Arbeitslosen vor allem institutionell und saisonal bedingt leicht an“, erklärte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Für den August sei eine gestiegene Jugendarbeitslosigkeit typisch. Besonders schwierig sei die Situation für diejenigen ohne Schul- oder Berufsabschluss. 

Allerdings ist die Entwicklung nicht nur saisonal bedingt: Auch nach Herausrechnung solcher Schwankungen nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 900 Menschen zu. Darin spiegelt sich nach Einschätzung der Regionaldirektion auch die schwache Konjunktur wider. Den größten Anteil an den Erwerbslosen stellen den Angaben nach die Langzeitarbeitslosen mit 35,5 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg im Vergleich zum Juli um 0,4 Prozent.

Stabilität unter anderem durch Beschäftigte ausländischer Herkunft

In den kommenden Monaten zeichne sich insgesamt keine dauerhafte wirtschaftliche Belebung ab, sagte Behrens. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen behaupte sich der Arbeitsmarkt in Thüringen dennoch weiterhin gut. Einen erheblichen Beitrag zu dieser Stabilität leisten demnach zunehmend Beschäftigte mit ausländischer Herkunft, die den demografischen Rückgang kompensierten und den Arbeitskräftebedarf sicherten. „Eine verstärkte Erwerbsmigration ist daher unumgänglich, um den Arbeitsmarkt nachhaltig zu sichern“, sagte er.

Im August fanden rund 4.300 Menschen eine neue Beschäftigung und konnten damit ihre Arbeitslosigkeit beenden - das waren etwa 30 weniger als im Juli. Zugleich arbeiteten - Stand Juni - nach vorläufigen Angaben rund 774.800 Menschen sozialversicherungspflichtig im Land, 8.300 weniger als im Vorjahresmonat.

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