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Mediziner melden mehr FSME-Fälle in Sachsen

Die Zahl der FSME-Fälle in Sachsen steigt. Was Zeckenstiche damit zu tun haben und weshalb Experten zur Impfung raten.

Von dpa

13.07.2026

In Sachsen ist ein Anstieg der FSME-Fälle zu beobachten. (Archivbild)Sven Hoppe/dpa

In Sachsen ist ein Anstieg der FSME-Fälle zu beobachten. (Archivbild)Sven Hoppe/dpa

© Sven Hoppe/dpa

In Sachsen sind in diesem Jahr bislang mehr FSME-Erkrankungen aufgetreten als im Vorjahr. Wie aus einem Bericht der Landesuntersuchungsanstalt hervorgeht, registrierten die Mediziner bis Ende Juni 19 Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren 11 Fälle bekanntgeworden. FSME kann durch Zecken übertragen werden. Fast der gesamte Freistaat gilt als Risikogebiet. 

Eine zweite Krankheit, die durch einen Zeckenstich ausgelöst werden kann, ist die Lyme-Borreliose. Hier bewegen sich die Fallzahlen aktuell etwas unter dem Niveau des Vorjahres: Bislang wurden 546 Erkrankungen gemeldet (2026: 645). 

Voriges Jahr waren die Borreliose-Fälle in Sachsen sprunghaft angestiegen - auf rund 2.600 von 1.600 im Jahr davor. Dazu kamen nach Angaben des Sozialministeriums 48 FSME-Erkrankungen. Bundesweit wurden rund 700 FSME-Fälle gemeldet.

Welche Symptome treten bei den Infektionen auf?

Borreliose kann sich unter anderem mit Müdigkeit, Leistungsabfall oder Fieber bemerkbar machen. Zudem rötet sich häufig die Haut kreisförmig um die Stelle des Zeckenstichs. Unbehandelt kann eine Infektion zu Gelenk,- Herzmuskel- und Nervenentzündungen führen. FSME beginnt mit grippeähnlichen Beschwerden, später sind auch Ausfälle im Nervensystem möglich. Für FSME existiert eine Schutzimpfung, Borreliose wird mit Antibiotika behandelt.

Welche Regionen gelten als Risikogebiete?

Von den 13 Landkreisen und kreisfreien Städten sind nur noch die Stadt und der Landkreis Leipzig nicht als FSME-Risikogebiet eingestuft. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte Anfang des Jahres Nordsachsen zu dieser Liste hinzugefügt. Zu Risikogebieten werden Regionen erklärt, in denen für Menschen ein so hohes Erkrankungsrisiko besteht, dass Schutzimpfungen empfohlen werden.

Wie sieht es mit der Impfbereitschaft aus?

Im Freistaat sind vergleichsweise wenig Menschen gegen FSME geimpft. Nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums bewegt sich die Quote bei knapp 20 Prozent. Von den rund 700 FSME-Erkrankten im vorigen Jahr im Bundesgebiet waren laut RKI 98 Prozent nicht oder nicht ausreichend geimpft. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung für Menschen in FSME-Risikogebieten.

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