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Mann soll neuen Freund seiner Frau getötet haben - Anklage

Mit mehr als 70 Messerstichen soll ein Mann den neuen Partner seiner Frau getötet haben. Ihm war erst kurz zuvor eine elektronische Fußfessel abgenommen worden.

Von dpa

19.03.2026

Nach der Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft entscheidet nun das Landgericht über die Eröffnung des Verfahrens. (Symbolbild)Boris Roessler/dpa

Nach der Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft entscheidet nun das Landgericht über die Eröffnung des Verfahrens. (Symbolbild)Boris Roessler/dpa

© Boris Roessler/dpa

Weil er den neuen Lebensgefährten seiner Frau mit mehr als 70 Messerstichen getötet haben soll, ist ein Mann von der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Mordes angeklagt worden. Der 37-Jährige soll auch versucht haben, die von ihm seit mehreren Monaten getrennt lebende Frau zu töten, daher wird ihm auch versuchter Mord zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.

Dem bulgarischen Angeschuldigten sei erst wenige Tage zuvor eine elektronische Fußfessel abgenommen worden. Eine gerichtliche Anordnung, nach der er sich seiner 31 Jahre alten Ehefrau und der früheren Wohnung wegen vorangegangener Vorfälle häuslicher Gewalt nicht hätte nähern dürfen, galt den Angaben zufolge aber weiter.

Mann galt als extrem eifersüchtig

Dagegen habe der als extrem eifersüchtig geltende Mann verstoßen, als er am Tag der Tat, dem 2. Juli 2025, seiner Frau mit einem Messer bewaffnet an der früheren gemeinsamen Wohnung auflauerte, teilt die Staatsanwaltschaft mit. An der Tür stehend habe er gehört, wie seine Frau und ihr Freund miteinander schliefen. Als beide die Wohnung verlassen wollten, attackierte er das Paar.

Die Frau sei schwer verletzt worden. Für ihren 46 Jahre alten Freund sei jedoch jede Hilfe zu spät gekommen, erklärt die Staatsanwaltschaft. Die beiden Kinder der Frau und des Angeschuldigten seien nicht zu Hause gewesen. 

Weitere Fälle häuslicher Gewalt

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt zu haben. Er sitzt in Untersuchungshaft. Ihm werden auch weitere Vorfälle häuslicher Gewalt während der Ehe und der Trennungsphase vorgeworfen. Er soll seine Frau vergewaltigt und seinen fünfjährigen Sohn verletzt haben.

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