Leiche in Eigenbau-Schubkarre – Haftbefehl erlassen
Streit, stumpfe Gewalt und ein improvisierter Transport - davon gehen Ermittler aktuell im Fall einer am Wochenende in einem Rostocker Waldstück gefundenen Leiche aus.
Einen grausigen Fund hat ein Spaziergänger in der Rostocker Südstadt gemacht: eine Leiche in einer Art selbstgebauten Schubkarre.Bernd Wüstneck/dpa
© Bernd Wüstneck/dpa
Nach dem Fund einer Leiche in einer Art improvisierten Schubkarre in einem Rostocker Waldstück wurde gegen einen Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen. Bei dem 39 Jahre alten Beschuldigten bestehe der dringende Tatverdacht, das inzwischen als Mann identifizierte Opfer „bereits vor geraumer Zeit im Streit unter Einwirkung stumpfer Gewalt getötet zu haben“, wie die Staatsanwaltschaft Rostock und die Polizei mitteilten. Danach soll er die Leiche in das kleine Waldstück gebracht haben. Er war bereits in der Nacht zu Montag festgenommen worden.
„Der Tatverdacht ergibt sich aufgrund einer Übereinstimmung der Angaben der Zeugen mit dem beim Geschädigten festgestellten Verletzungsbild“, hieß es in einer Mitteilung. Am Samstag hatte früheren Angaben zufolge ein Spaziergänger die Leiche entdeckt. Sie befand sich demnach in einem Behälter, der mit einem Rad und Griffen zu einer Art Schubkarre umgebaut worden war.