Könige des Waldes: Brunftzeit der Rothirsche beginnt
Die Rothirsche zählen zu den größten Landtieren in Brandenburg. Nun beginnt die Paarungszeit. Eine Tortur für die männlichen Tiere.
Die Hirschbrunft beginnt. (Archivbild)Patrick Pleul/dpa
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In den kommenden Wochen beginnt in der Döberitzer Heide wieder ein beeindruckendes Naturschauspiel. „Wenn die Paarungszeit der Rothirsche anbricht, wird es laut in unseren Wäldern.“, hieß es in einer Mitteilung der Heinz Sielmann Stiftung. Zuerst ziehen die weiblichen Tiere mit ihren Jungtieren in sogenannten Kahlwildrudeln an die angestammten Brunftplätze. Dann folgen die männlichen Hirsche.
Wochenlanger Stress für die Hirsche
Dann bricht ein unerbittlicher Konkurrenzkampf zwischen den Hirschen aus. „Ein explosiver Mix aus Sexualhormonen setzt einen ohrenbetäubenden Wettbewerb in Gang: Die Hirsche konkurrieren darum, ihre Dominanz zu zeigen und sich mit den Hirschkühen zu paaren“, schrieb eine Sprecherin der Stiftung. „Ihr markantes Röhren ist dann teilweise kilometerweit zu hören.“
„Der September ist eine wirklich magische Zeit in der Döberitzer Heide. Das Rotwild sammelt sich auf den Freiflächen zu großen Brunftrudeln“, sagte Sven Wilhelm, Landschaftspfleger und Jagdaufseher der Heinz Sielmann Stiftung.
Häufig kommt es zu Kämpfen
Das Röhren soll mögliche Rivalen abschrecken und zugleich Aufmerksamkeit bei den Weibchen erzeugen. Junge Hirsche werden dadurch mitunter bereits eingeschüchtert. „In der Regel kommt es nur dann zum physischen Kampf, wenn zwei Rivalen von etwa gleicher Größe und Vitalität aufeinandertreffen“, erklärte die Sprecherin. Schwere Verletzungen könnten die Folge sein.
Die Brunft sei für die Rothirsche sehr kräftezehrend, betonte die Sprecherin. Über mehrere Wochen seien sie fast rund um die Uhr damit beschäftigt. Sie schliefen kaum, nähmen weniger Nahrung auf und zehrten von Fettreserven, die sie sich zuvor angefressen hätten. „Am Ende hat ein Platzhirsch bis zu einem Drittel seines Körpergewichts verloren.“