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Jede zweite Studiengang in Berlin ist zulassungsbeschränkt

Viele junge Menschen träumen von einem Studium in Berlin. Doch die Kapazitäten der Hochschulen sind begrenzt. In der Hauptstadt sind die Hürden daher höher als in anderen Bundesländern.

Von dpa

23.06.2026

Eine angesagte Ausgehszene, renommierte Unis und ein internationaler Flair - Berlin hat Studierenden viel zu bieten. (Symbolbild) Maximilian von Klenze/dpa

Eine angesagte Ausgehszene, renommierte Unis und ein internationaler Flair - Berlin hat Studierenden viel zu bieten. (Symbolbild) Maximilian von Klenze/dpa

© Maximilian von Klenze/dpa

Wer an einer Berliner Hochschule studieren will, muss deutlich häufiger als in anderen Bundesländern gute Noten vorweisen: Jeder zweite Studiengang (rund 54 Prozent) in Berlin hat im kommenden Wintersemster eine Zulassungsbeschränkung, wie eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zeigt. Berlin belegt demnach deutschlandweit den ersten Platz des Bundesländer-Rankings und liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von rund 32 Prozent. 

Der Anteil ist den vergangenen Jahren insgesamt gesunken. Im Wintersemester 2018/2019 waren laut dem CHE deutschlandweit noch rund 41 Prozent der Studiengänge zulassungsbeschränkt.

Es gibt Unterschiede zwischen Fachhochschulen und Universitäten

Für die Analyse hat das CHE Einträge der bundesweiten Datenbank HRK Hochschulkompass mit Stand von Ende Mai 2026 ausgewertet. Sie gelten für das Wintersemester 2026/2027. Ein Studiengang gilt als zulassungsbeschränkt, wenn es einen Numerus Clausus (NC), ein Auswahlverfahren oder eine Eignungsprüfung gibt.

Zu der Fächergruppe mit der höchsten Quote von rund 59 Prozent gehören in Berlin die Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaft. Auch in den Ingenieurwissenschaften (rund 50 Prozent) und in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften (rund 52 Prozent) ist die Hälfte der Studienangebote zulassungsbeschränkt. Im Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften sind es den Angaben nach nur etwa 39 Prozent.

An den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) ist der Anteil der zugangsbeschränkten Studienangebote mit rund 54 Prozent höher als den Universitäten, wo der Anteil gut 46 Prozent beträgt. Für Bachelorstudiengänge (rund 54 Prozent) sind etwas häufiger bestimmte Voraussetzungen gefragt als für Masterstudiengänge (rund 51 Prozent).

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