dpa

Industriehalle mit Spraydosen in Flammen - drei Verletzte

Druckgasbehälter bersten, Flammen greifen auf Wald und Wiesen über, zehn Häuser werden evakuiert. Im Saarland brennt es in einem Entsorgungsbetrieb. Am Abend gibt die Feuerwehr leichte Entwarnung.

Von dpa

29.07.2026

Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Laszlo Pinter/dpa

Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Laszlo Pinter/dpa

© Laszlo Pinter/dpa

Beim Großbrand eines Recyclingbetriebs für Spraydosen und ähnliche Druckbehälter in Neunkirchen-Wellesweiler sind drei Menschen verletzt worden. „Der Brand ist seit 16.15 Uhr unter Kontrolle“, sagte ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr weiter. Es seien Nachlöscharbeiten im Gange. „Die werden einige Stunden andauern. Das Gebäude ist nicht betretbar, auch die Dachkonstruktion ist eingestürzt.“ Das THW mit Baufachberatern und Spezialeinsatzkräften sei angefordert worden.

Seit dem Mittag stand die Industriehalle vollständig in Flammen. Die Feuerwehr sei gegen 13.30 Uhr alarmiert worden, hieß es. Der Brandort konnte aufgrund von Verpuffungen nicht betreten werden. „Wir hatten vor Ort eine extrem starke Rauchentwicklung“, sagte der Sprecher. „Druckgasbehälter oder auch Sahnesprühflaschen sind geborsten, die Knallgeräusche waren weithin hörbar.“

Der Brandort konnte aufgrund von Verpuffungen nicht betreten werden. Laszlo Pinter/dpa

Der Brandort konnte aufgrund von Verpuffungen nicht betreten werden. Laszlo Pinter/dpa

© Laszlo Pinter/dpa

Warnung vor Rauchentwicklung

Aufgrund der heißen Temperaturen und der trockenen Bodenbedingungen habe der Brand schnell auf das umliegende Wald- und Wiesengelände übergegriffen und sich in Richtung angrenzender Gebäude ausgebreitet, hieß es. Zehn Häuser hätten geräumt werden müssen, berichtete die Polizei. Die Bewohner würden in einer Notsammelstelle versorgt. Ein Übergreifen der Flammen auf Wohngebäude oder weitere Firmen habe verhindert werden können.

Die Rauchsäule sei weithin sichtbar gewesen, erklärte ein Sprecher der Polizei. Anwohner erhielten über die Warnapp Nina eine Gefahrenmeldung aufgrund der Rauchentwicklung. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben und Lüftungen sowie Klimaanlagen abgeschaltet werden.

Die Nachlöscharbeiten sollten noch andauern.Laszlo Pinter/dpa

Die Nachlöscharbeiten sollten noch andauern.Laszlo Pinter/dpa

© Laszlo Pinter/dpa

Rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, THW und Energieversorger waren dem Sprecher zufolge im Einsatz. Aus dem Kreis St. Wendel sei ein Löschroboter angeliefert worden. Innenminister Reinhold Jost und Landrat Sören Meng machten sich vor Ort ein Bild von den Arbeiten. Die Brandursache müsse ebenso wie die Schadenshöhe noch ermittelt werden.

Karte