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In vier Bezirken fehlen weiter Kitaplätze

Auch wenn es berlinweit weniger Kinder gibt, bleibt der Bedarf an Kitaplätzen hoch. Das hat verschiedene Gründe. Die Planung für die kommenden Jahre soll das berücksichtigen.

Von dpa

25.08.2026

Die Zahl der Kinder im Kita-Alter geht zurück. (Symbolbild) Christoph Soeder/dpa

Die Zahl der Kinder im Kita-Alter geht zurück. (Symbolbild) Christoph Soeder/dpa

© Christoph Soeder/dpa

Die Zahl der Kinder im Kita-Alter in Berlin geht insgesamt zurück. Dennoch gibt es in Teilen der Stadt weiterhin Bedarf an zusätzlichen Kitaplätzen. Darauf hat Bildungs- und Familiensenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) nach der jüngsten Senatssitzung hingewiesen. Das gilt insbesondere in den Bezirken Spandau, Neukölln, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf. 

Günther-Wünsch begründete das damit, dass dort in den vergangenen Jahren stark gebaut worden sei und in die neuen Quartiere Familien mit Bedarf an Kitaplätzen gezogen seien. In den meisten Regionen Berlins sei das Angebot an Betreuungsplätzen aber ausreichend. 

Das ist auch eine Folge des demografischen Wandels, der sich in den kommenden Jahren fortsetzt. So gab es Ende 2025 berlinweit rund 237.400 Kinder im Alter unter sieben Jahren. Das waren 23.400 weniger als 2022. Bis 2030 ist nach der aktuellen Bevölkerungsprognose von einem weiteren Rückgang auf 235.300 Kinder unter sieben Jahren auszugehen. 

Senat will Lücken beim Platzangebot schließen

Einen flächendeckenden Bedarf an zusätzlichen Kitaplätzen gibt es daher nicht mehr. Nach der vom Senat beschlossenen Kindertagesstätten-Entwicklungsplanung bis 2031 sollen nun die Lücken den unterversorgten Teilen der Stadt geschlossen werden.

Im Vergleich zu früheren Jahren ist die Suche nach einem Kitaplatz Günther-Wünsch zufolge deutlich einfacher geworden: „In der Vergangenheit war die Situation immer so, dass man sich teilweise schon anmelden musste, wenn man schwanger war als Familie, um einen Kitaplatz zu bekommen“, sagte die Senatorin. 

„Wir haben zunehmend die Situation, dass Eltern sich verschiedene Kitas mit unterschiedlichen Profilen und Konzepten anschauen können und tatsächlich eine Wahl haben in großen Teilen der Stadt, wo sie ihre Kinder in die Kita hinschicken.“

Allerdings dürfe nicht der Eindruck entstehen, es gebe überflüssige Kitaplätze, so die CDU-Politikerin. Stattdessen sollen künftig noch mehr Kinder, die bisher nicht in der Kita sind, Zugang zu frühkindlicher Bildung und Förderung bekommen. „Mein Anspruch ist es tatsächlich, dass möglichst jedes Kind, bevor es eine Grundschule besucht, ein bis eineinhalb Jahre in einer Kita war“, sagte die Bildungssenatorin. 

Mittelfristig ist von einem geringeren Platzangebot auszugehen: Bis zum Ende des Kitajahres 2030/2031 rechnet die Bildungs- und Familienverwaltung mit einem Bedarf von rund 172.000 Betreuungsplätzen. Ende 2025 wurden berlinweit gut 190.400 angeboten.

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