Herrmann mit gelungenem Auftakt bei der Route du Rhum
Weltumsegler Boris Herrmann ist vielversprechend in die Solo-Transatlantikregatta Route du Rhum gestartet. Eineinhalb Stunden nach dem Start vor Saint-Malo lag der „Malizia 4“-Skipper auf Platz vier.
Boris Herrmann erwischt einen guten Start bei der Solo-Premiere mit der „Mailizia 4“ Marcus Brandt/dpa
© Marcus Brandt/dpa
Hochseesegler Boris Herrmann hat einen guten Start bei der 13. Route du Rhum erwischt. Eineinhalb Stunden nach dem Beginn um 13.02 Uhr hatte sich der „Malizia 4“-Skipper beim ersten Solo mit seiner erst vier Monate alten Rennyacht mit kluger Strategie und Positionierung auf Platz vier vorgearbeitet. In Führung lag in der Imoca-Klasse der britische Favorit Sam Goodchild („Macif Santé Prévoyance“) vor dem Italiener Ambrogio Beccaria („Allagrande Mapei“).
Insgesamt sind 115 Solosgeler und -seglerinnen in sechs Klassen in den Segelklassiker von Saint-Malo über 3542 Seemeilen nach Pointe-à-Pitre auf Guadeloupe gestartet. Als einziger deutscher Starter zählt Boris Herrmann in der Imoca-Klasse, in der auch das Ocean Race um die Welt (ab 17. Januar) und die Solo-Weltumseglung Vendée Globe 2028/2029 ausgetragen werden, zum Kreis der Podiumsanwärter. Vor dem Start hatte der 45-Jährige aus Hamburg gesagt: „Ich zähle nicht zu den Favoriten, aber ich hoffe trotzdem auf einen Platz in den Top-Fünf, Top-Sechs.“
„Traumbedingugen“ bei der Route du Rhum
Die Flotte der Route du Rhum erwarten in den kommenden Tagen stärkere Winde. Experten sehen gute Chancen dafür, dass die schnellsten Boote die bestehenden 24-Stunden-Distanzrekorde angreifen können. Herrmann sprach von „Traumbedingungen“.
Gleichzeitig steht den Solisten ein kühler Ritt bevor. Herrmann sagte am Starttag zur Kurswahl: „Heute ist zu 100 Prozent klar, dass wir eine nördliche Route wählen. Es wird also eine kalte Route.“ Der zu schlagende Imoca-Streckenrekord steht seit der 12. Edition 2022 bei 11 Tagen, 17 Stunden, 36 Minuten und 25 Sekunden.
Die schnellsten Boote der Route du Rhum sind die acht rund 32 Meter langen Trimaran-Gigantinnen der Ultim-Klasse. Ihr Kursrekord steht bei 6 Tagen, 19 Stunden, 47 Minuten und 25 Sekunden. Entsprechend werden die ersten Zieleinläufe bereits zum kommenden Wochenende erwartet.