Günther Jauch als Mäzen mit Landesverdienstorden geehrt
Günther Jauch erhält Brandenburgs höchste Ehrung. Nicht als TV-Moderator, sondern für sein Engagement für historische Bauwerke in Potsdam. Bekommt Jauchs Verdienstorden einen Ehrenplatz?
Ehrung als Mäzen für den Erhalt historischer Bauwerke in Potsdam: TV-Moderator Günther Jauch (links) bekommt von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke den Landesverdienstorden umgehängt. Annette Riedl/dpa
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Der Fernsehmoderator Günther Jauch hat für sein Engagement zur Sanierung historischer Bauwerke in Potsdam den Verdienstorden des Landes Brandenburg erhalten. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verlieh ihm und zwölf anderen Männern und Frauen in der Staatskanzlei die höchste Auszeichnung des Landes. Dabei verriet Jauch auch, wo er die im Laufe seiner TV-Karriere erhaltenen Fernsehpreise aufbewahrt.
„Ja, ich habe mich gefreut, als ich die Nachricht bekommen habe (...)“, sagte der in Potsdam lebende Quiz-Moderator („Wer wird Millionär“) der dpa nach der Ordens-Verleihung in Potsdam. „Vor allen Dingen waren da Menschen mit dabei, die den Orden bekommen haben, wo man sich schon sehr freuen kann, dass man in deren Gesellschaft ausgezeichnet worden ist.“
Unter den Ausgezeichneten sind unter anderem der Holocaust-Überlebende Richard Fagot, die ehemalige Vorständin der Deutschen Bahn, Daniela Gerd tom Markotten und zahlreiche sozial engagierte Menschen. Der Verdienstorden wird als Zeichen der Anerkennung für besondere Verdienste für das Land vergeben.
Richard Fagot ist Holocaust-Überlebender und hält die Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte wach. Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte bei der Verleihung des Verdienstordens an Fagot, er sei „eine Stimme gegen das Vergessen“. Annette Riedl/dpa
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Als Mäzen für den Erhalt historischer Gebäude engagiert
Jauch unterstützt seit langem mit Großspenden Sanierungsprojekte in den berühmten Schloss- und Gartenanlagen der Landeshauptstadt. Dazu gehört die denkmalgerechte Sanierung des Belvedere auf dem Pfingstberg und der Neptungrotte im Park Sanssouci. Er hatte sich 2002 auch maßgeblich an der Finanzierung des Wiederaufbaus des Fortunaportals auf dem Alten Markt beteiligt - es war der Startschuss für die spätere Wiedererrichtung der Stadtschlossfassade. Seit 2014 tagt dort der Brandenburger Landtag.
Weitere Fernsehpreise kommen bei Jauch in die Garage
In der Potsdamer Staatskanzlei bekam er nun den Verdienstorden von Woidke umgehängt. Was macht Jauch eigentlich damit? „Also der Orden hat einen unschätzbaren Vorteil, vor allen Dingen im Vergleich zu Fernsehpreisen. Die sind oft besonders schwer, besonders unförmig und auch zuweilen von der Ästhetik her relativ umstritten“, sagte Jauch der dpa.
Der Verdienstorden ist die höchste Auszeichnung, die das Land Brandenburg für besondere Verdienste - vor allem um das Gemeinwohl - vergibt. Annette Riedl/dpa
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„Also, man kann sich schlecht vorstellen, dass man die sich in ein Regal reintut. Die landen im Allgemeinen bei mir in der Garage oder im Keller.“ Der Verdienstorden sei dagegen „ein sehr, wie soll ich sagen, preußisch zurückhaltend gehaltener Orden, und der muss das Dunkel des Kellers nicht fürchten“.
Seit langem in Potsdam zu Hause
Jauch ist seit Jahrzehnten Potsdamer. Er habe noch nie so lange an einem Ort gewohnt wie in Potsdam, sagte der 69-Jährige. „Das ist jetzt dann doch schon gute 30 Jahre lang, und da können alle anderen Orte nicht mithalten.“ Jauch ist in Münster geboren. An der Saar in Rheinland-Pfalz besitzt er ein Weingut.
Ministerpräsident Woidke sagte, als TV-Moderator beeindrucke Jauch mit Schlagfertigkeit, einer ordentlichen Portion Humor und mit erstaunlichem Wissen. Abseits des Rampenlichts engagiere er sich aber dafür, dass Potsdamer Aushängeschilder in neuem Glanz erstrahlten. „Das ist ein großes Glück“, sagte Woidke. Die Ausgezeichneten zeigten Leidenschaft, Engagement und Herzblut - diese Ressource sei ein „rarer Schatz“. Er hoffe, dass ihre Beispiele viele Nachahmer finden.
Günther Jauch freut sich über den Landesverdienstorden. Annette Riedl/dpa
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