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Grippe in MV auf Vorjahresniveau - Ministerin: Bitte impfen!

Nach 25 Grippe-Toten im vergangenen Winter in MV raten Experten dringend zur Schutzimpfung. Nicht nur Älteren wird der Pieks empfohlen.

Von dpa

04.11.2026

Vergangenen Winter sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in MV 25 Menschen an der Grippe gestorben. (Symbolbild)Robert Michael/dpa

Vergangenen Winter sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in MV 25 Menschen an der Grippe gestorben. (Symbolbild)Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Die Grippewelle rollt in Mecklenburg-Vorpommern bisher langsam und auf dem Niveau des Vorjahres an. In der vergangenen Woche wurden 17 Fälle aus MV an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet, wie aus der jüngsten Veröffentlichung des Landesamtes für Gesundheit und Soziales hervorgeht. Immer mittwochs veröffentlicht das Amt mit Sitz in Rostock die Zahlen für die Vorwoche.

Im vergangenen Winter zogen die Grippe-Zahlen um Weihnachten und dann so richtig im Januar an. Der Höhepunkt wurde den Daten zufolge Ende Januar/Anfang Februar mit mehr als 2.000 gemeldeten Fällen pro Woche erreicht. Im Verlauf der gesamten Grippe-Saison 2025/26 wurden rund 12.000 Fälle erfasst. 25 Todesfälle wurden gemeldet, die Opfer waren demnach 66 bis 92 Jahre alt.

Ministerin: Impfung holen!

Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) empfahl insbesondere Menschen ab 60 Jahren und Patienten mit Vorerkrankungen, sich die Grippeschutzimpfung zu holen - und damit nicht zu lange zu warten. Auch Schwangeren ab dem vierten Schwangerschaftsmonat werde der Pieks empfohlen. Nach der Impfung dauere es bis zu zwei Wochen, bis der vollständige Impfschutz aufgebaut sei.

Zuletzt waren der Ministerin zufolge rund 45 Prozent der Menschen ab 60 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern gegen die echte Grippe (Influenza) geimpft. Drese erläuterte, dass das Risiko für schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen mit zunehmendem Alter steige und die echte Grippe keineswegs mit einer gewöhnlichen Erkältung gleichzusetzen sei. 

Eine Influenza könne etwa Entzündungen auslösen, die bis zur Lungenentzündung oder im schlimmsten Fall auch bis zum Tod führen könnten. „Eine Grippeschutzimpfung ist deshalb der beste Weg, sich vor einer möglicherweise schweren Erkrankung und ihren Komplikationen zu schützen“, warb die Ministerin.