Gen Z regelt - Landesschülerrat distanziert sich
Auch in Niedersachsen stehen am Samstag Proteste junger Leute an. Die Vertretung der Schülerinnen und Schüler im Land distanziert sich davon - aus bestimmten Gründen.
In Frankreich wurden ähnliche Proteste von großen Massen abgehalten. (Archivbild)Marcus Golejewski/dpa
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Vor den für Samstag angekündigten Protesten von Gen Z regelt hat sich der Landesschülerrat Niedersachsen von den Demonstrationen distanziert. Gründe seien etwa fehlende Transparenz der Verantwortlichen und die Sorge einer politischen Vereinnahmung, teilte der Landesschülerrat mit.
Es sei „richtig und wichtig“, wenn junge Menschen ihre Meinung sagten und für ihre Überzeugungen auf die Straße gingen, sagte Landesschülersprecher Otto Ellerbrock. „Allerdings bedeutet das nicht, dass wir als demokratisch legitimierte Schülervertretung jede Protestbewegung unterstützen können oder müssen.“ Er rechne damit, dass „sich viele Schülerinnen und Schüler an den Demonstrationen beteiligen werden“.
Gewalt wird abgelehnt
Im Netz ruft eine Initiative, die sich Gen Z regelt nennt, für den 31. Oktober zu Protesten in 23 Städten auf. Sie setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht ein. Dabei lehnt sie Gewalt ausdrücklich ab. Bei Protesten in Frankreich und anderen europäischen Ländern war es zu Krawallen gekommen.
Ellerbrock sagte, trotz mehrfacher Nachfragen habe sich bislang nicht nachvollziehbar klären lassen, wer die Demonstration in Hannover organisiere und verantworte. Er betonte auch: „Wer friedlich demonstrieren möchte, muss auch andere politische Positionen akzeptieren. Persönliche Anfeindungen und Gewaltandrohungen haben in der demokratischen Streitkultur keinen Platz. Solche Entwicklungen verstärken unsere Sorge vor einer politischen Vereinnahmung.“
Landesschülerrat sieht bildungspolitischen Handlungsbedarf
Gleichzeitig sagte er, der Landesschülerrat erkenne ausdrücklich an, dass erheblicher bildungspolitischer Handlungsbedarf bestehe. Als Beispiele nannte er mangelnde Bildungsgerechtigkeit, sanierungsbedürftige Schulgebäude oder das fehlende landesweite kostenlose ÖPNV-Ticket für Schülerinnen und Schüler.