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Gefälschte Sprachzertifikate - Polizei hebt Bande aus

Gefälschte Sprachzertifikate soll es für 1.000 bis 1.500 Euro gegeben haben. Auch weitere falsche Papiere sollen bei der Einschleusung vor allem von Türken im Spiel gewesen sein.

Von dpa

07.07.2026

Die Polizei ist mit Durchsuchungen gegen eine mutmaßliche Schleuserbande aktiv geworden. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa

Die Polizei ist mit Durchsuchungen gegen eine mutmaßliche Schleuserbande aktiv geworden. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Mit einer Razzia ist die Polizei in Berlin gegen eine Bande mutmaßlicher Schleuser und Urkundenfälscher vorgegangen. Beschuldigt werden zwei Frauen im Alter von 34 und 35 Jahren sowie drei Männer im Alter von 27, 37 und 40 Jahren, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Die Frauen sollen seit Mai 2024 in mindestens 37 Fällen Ausländer vor allem aus der Türkei nach Deutschland eingeschleust haben. Dafür sollen sie Sprachzertifikate gefälscht und dafür jeweils 1.000 bis 1.500 Euro erhalten haben. Die eingeschleusten Ausländer legten die gefälschten Zertifikate dann bei den Behörden vor, um Aufenthaltsgenehmigungen zu erhalten. 

Gefälschte Bestätigungen für Meldeadressen

Außerdem sollen die Frauen zusammen mit den drei Männern Bestätigungen über vermietete Wohnungen gefälscht haben, um den Ausländern gegen monatliche Zahlung von Geld Anmeldungen von Wohnsitzen zu ermöglichen. 

Etwa 50 Polizisten und weitere Fahnder vom LKA durchsuchten am Morgen fünf Wohnungen und einen Geschäftsraum in Wedding, Kreuzberg und
Lichterfelde. Sie beschlagnahmten gefälschte Bestätigungen und Sprachzertifikate, Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich sowie Medikamente.

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