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Ermittlungen zu tödlichem Arbeitsunfall in Runkel dauern an

In Runkel herrscht auch zwei Wochen nach dem Unfall in der Lederfabrik große Anteilnahme. Die Aufklärung der Geschehnisse braucht weiter Zeit.

Von dpa

29.04.2026

Nach dem folgenschweren Arbeitsunfall in Runkel dauern die Ermittlungen zu den Hintergründen an. (Foto Archiv)Jörg Halisch/dpa

Nach dem folgenschweren Arbeitsunfall in Runkel dauern die Ermittlungen zu den Hintergründen an. (Foto Archiv)Jörg Halisch/dpa

© Jörg Halisch/dpa

Auch rund zwei Wochen nach dem tödlichen Arbeitsunfall in einer Lederfabrik dauern die Ermittlungen zu den Hintergründen an. Mit kurzfristigen Ergebnissen bei den beauftragten Gutachten sei nicht zu rechnen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Limburg auf Anfrage mit. Auch der Gesundheitszustand des einzigen Überlebenden des Unglücks sei unverändert.

Rettungskräfte hatten am 16. April insgesamt fünf Männer aus einer Grube auf dem Gelände des Betriebs geholt. Drei von ihnen im Alter von 38, 58 und 59 Jahren starben noch vor Ort, die beiden anderen waren mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Einer von ihnen, ein 35 Jahre alter weiterer Mitarbeiter des Betriebs, war am Mittwoch vergangener Woche im Krankenhaus an den Folgen des Unglücks gestorben. Bei dem fünften Mann handelt es sich um einen Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur.

Weiter große Anteilnahme in Runkel

In dem 9.500-Einwohner-Städtchen hatte der folgenschwere Arbeitsunfall für Erschütterung und große Anteilnahme gesorgt. Bürgermeisterin Antje Hachmann (parteiunabhängig) ist nach eigenen Worten nach wie vor täglich umfassend mit dem Thema beschäftigt. Derzeit würden die Beerdigungen der Todesopfer vorbereitet, die auf Wunsch der Angehörigen möglichst ohne Öffentlichkeit vonstattengehen sollen, wie Hachmann sagte.

Sie hob auch die große Hilfsbereitschaft vieler Menschen hervor, die rege für die Opferfamilien und auch für die Rettungskräfte gespendet, aber auch menschliche Unterstützung angeboten hätten. Dass die Aufklärung der Hintergründe des Arbeitsunfalls noch einige Zeit auf sich warten lassen dürfte, sei zwar nachvollziehbar, aber auch belastend für die Betroffenen. Einerseits begrüßten die Menschen eine umfassende Aufklärung der Geschehnisse. Zugleich sei klar: „Zum Verarbeiten braucht ein Mensch Gründe“, sagte Hachmann.

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