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Entsetzen über tödliche Attacke - Region nennt hohe Zahlen

Eine 53-Jährige soll von ihrem Ex-Partner mit einem Messer getötet worden sein. Der Landkreis fordert mehr Aufmerksamkeit für Gewalt gegen Frauen.

Von dpa

31.08.2026

Landrat Seefeldt und SÜW-Gleichstellungsbeauftragte Stähle verurteilen die Gewalttat. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa

Landrat Seefeldt und SÜW-Gleichstellungsbeauftragte Stähle verurteilen die Gewalttat. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Mit großer Bestürzung haben Landrat Dietmar Seefeldt und Gleichstellungsbeauftragte Isabelle Stähle vom Kreis Südliche Weinstraße auf die tödliche Attacke auf eine 53-jährige Frau in Billigheim-Ingenheim reagiert. „Diese Tat macht fassungslos und tief betroffen“, sagte Seefeldt einer Mitteilung zufolge. Gewalt gegen Frauen dürfe niemals als Beziehungsstreit oder Privatsache abgetan werden. „Sie ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Die Frau soll am Freitagabend von ihrem ehemaligen Lebensgefährten (60) mit mehreren Messerstichen so schwer verletzt worden sein, dass sie starb. Die Hintergründe werden noch ermittelt. Stähle sprach von einem erschütternden Beispiel geschlechtsspezifischer Gewalt.

Zahlen alarmierend hoch

Die Zahl der registrierten Fälle häuslicher Gewalt in der Südpfalz ist demnach weiter hoch. Nach Angaben des Interventionszentrums gegen Häusliche Gewalt Südpfalz wurden 2025 insgesamt 398 Frauen und 20 Männer als Opfer registriert. 2024 waren es 379 Frauen und 11 Männer, 2023 wurden 421 Frauen und 16 Männer registriert. Die Dunkelziffer liege vermutlich deutlich höher.

Gewalt könne sich etwa durch Kontrolle, Bedrohungen, psychische Gewalt, körperliche Übergriffe oder Stalking zeigen, hieß es. Gemeinsam appellierten Seefeldt und Stähle an die Menschen, Warnsignale ernst zu nehmen, Betroffene zu unterstützen und bei Gewalt nicht wegzuschauen.

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