Eine Seenlandschaft: Geflutete Tagebaue werden verbunden
Die Lausitz will in den kommenden Jahren als Naherholungsgebiet auch Wassersportler und Naturbegeisterte anlocken. Im Juni soll mit der Öffnung von drei Kanälen ein Meilenstein genommen werden.
Es entsteht eine neue Seenlandschaft in der Lausitz. (Archivbild)Frank Hammerschmidt/dpa
© Frank Hammerschmidt/dpa
In wenigen Monaten werden die gefluteten Tagebaue in der Lausitz zu einer großen Seenlandschaft vereint. „Am 29. Juni verschmelzen die aus gefluteten Tagebauen entstandenen Seen Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See durch schiffbare Kanäle zu einem gemeinsamen Verbund“, hieß es in einer Mitteilung des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland.
5.300 Hektar Wasserfläche
Durch die Öffnung entstehe eine zusammenhängende Wasserfläche von etwa 5.300 Hektar. Zum Vergleich: Die Müritz - Deutschlands größter Binnensee ist nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtamtes etwa 11.300 Hektar groß. Vor dem 29. Juni soll der Sedlitzer See erstmals zum Baden und Bootfahren freigegeben werden.
Zeichen für den Wandel
„Die größte, von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas nimmt Gestalt an. Und die Freigabe markiert einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung des Wassertourismus im Lausitzer Seenland“, sagte Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes. Der Tag markiere „ein starkes Zeichen für die Transformation einer ehemaligen Tagebaulandschaft in eine attraktive Urlaubsregion mit internationaler Strahlkraft“.
Wasserwanderer können nun auf dem zusammenhängenden Wassernetz umher schippern. Eine komplette Runde auf dem Wasser ist etwa 50 Kilometer lang. Bislang waren der Koschener Kanal zwischen Senftenberger und Geierswalder See sowie der Barbara-Kanal zwischen Geierswalder und Partwitzer See die einzigen befahrbaren Wasserstraßen der Region. Mit dem 29. Juni öffnen drei weitere schiffbare Kanäle.