Drei Verletzte bei Gewaltattacke einer Gruppe in Potsdam
Eine Gruppe von zehn Unbekannten attackiert drei junge Menschen in Potsdam. Was steckt hinter der Gewalt? Es gibt Forderungen aus der Politik - von mehr Fällen und Jugendbanden ist die Rede.
Die Polizei ermittelt zu einer Gewaltattacke am Dienstagabend in Potsdam. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa
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Bei einer Gewaltattacke im Potsdamer Stadtteil Schlaatz sind drei junge Menschen verletzt worden. Ein 19-Jähriger erlitt bei der Auseinandersetzung am Dienstagabend Verletzungen am Kopf und kam ins Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte.
Nach ersten Erkenntnissen sollen etwa zehn Unbekannte den jungen Mann umringt, geschlagen und getreten haben, so dass er verletzt wurde und auf den Boden fiel. Im Krankenhaus trafen die Beamten auf zwei 19 und 21 Jahre alte Bekannte des Opfers, die bei demselben Angriff leichte Verletzungen erlitten.
Gewalttaten werden auf Zusammenhänge geprüft
Die Polizei prüft, ob es Zusammenhänge zu vorherigen Fällen von Jugendgewalt gibt. Der Stadtverordnete der CDU in Potsdam, Maximilian Adams, sagte den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“: „Seit Wochen ziehen Jugendbanden durch Potsdam und versetzen Menschen in Angst und Schrecken.“
Hintergrund ist auch ein massiver Gewaltvorfall im September am Wannsee in Berlin, bei dem Spuren nach Potsdam geprüft werden. Eine Gruppe von 15 bis 20 Personen soll andere junge Leute mit Faustschlägen und massiver Gewalt angegriffen haben. Ein 18-Jähriger kam mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus.
Forderung nach eigener Ermittlungsgruppe
Bei der Fahndung sei auch die Brandenburger Polizei einbezogen gewesen, sagte vor Tagen ein Sprecher der Berliner Polizei. Der Potsdamer CDU-Kommunalpolitiker Adams forderte dem Bericht der „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ zufolge eine eigene Ermittlungsgruppe der Polizei gemeinsam mit Berlin und mehr Polizeipräsenz etwa an bekannten Treffpunkten.
Auch bei dem Fall am Dienstagabend in Potsdam-Schlaatz suchen die Einsatzkräfte noch nach den Angreifern. Angaben zu den Hintergründen der Auseinandersetzung machten die Verletzten nicht, wie die Polizeidirektion West mitteilte. Sie ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.