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Drei Chancen, keine WM-Medaillen für die Nationalsegler

Es sollte ein Supersonntag werden, doch am Ende gingen die deutschen Olympiasegler bei der Skiff-WM leer aus. Nach starker Woche in der Bucht von Quiberon blieben die Plätze vier, fünf und acht.

Von dpa

17.05.2026

WM-Medaille knapp verpasst: Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger Frank Molter/dpa

WM-Medaille knapp verpasst: Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger Frank Molter/dpa

© Frank Molter/dpa

 Nur knapp sind bei der Weltmeisterschaft der olympischen Skiffsegler Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger an ihrer ersten WM-Medaille vorbeigeschrammt. Die Crew vom Bayerischen Yacht-Club lagen nach dem ersten der beiden Medaillenrennen in der Bucht von Quiberon noch auf dem Silberrang. Dann kam der Tiefschlag.

Im zweiten Medaillenrennen blieben die Olympia-Elften von Marseille nach gutem Start in einem flauen Kursabschnitt hängen, kamen erst als Zehnte ins Ziel – Platz vier in der WM-Endabrechnung. „Heute sind wir traurig und enttäuscht, dass wir die Medaille nicht gewinnen konnten. In ein paar Tagen können wir sicher auch stolz auf unsere Leistung sein“, sagte Vorschoter Spranger. Gold, Silber und Bronze gingen nach Neuseeland, Österreich und in die Niederlande.

Auch Marla Bergmann und Hanna Wille mit Pech 

Bei der 49erFX-Frauen hatten die Hamburger Olympia-Sechsten Marla Bergmann und Hanna Wille (Mühlenberger Segel-Club) und Women’s-America’s-Cup-Steuerfrau Maru Scheel mit Frey Feilcke (Kieler Yacht-Club) das Finale der Top Ten ebenfalls mit Medaillenchancen erreicht. Beide konnten in den launischen Winden nicht entscheidend punkten. Die Kielerinnen verbesserten sich noch auf Platz fünf. Bergmann/Wille wurden nach turbulentem Finale Achte. Aufs Podium segelten Norwegen, Spanien und Polen.

Viele deutsche Talente

Dom Tidey, Cheftrainer der Segelnationalmannschaft, sagte: „Es ist ein bittersüßes Ergebnis. Es ist immer hart, Medaillen so knapp zu verpassen. Andererseits haben wir eine der hochkarätigsten Weltmeisterschaften der letzten Jahre erlebt. Wir sind im Aufbau für LA28 und haben sehr talentierte junge Athleten.“

Am Vortag hatte in Viana do Castelo (Portugal) der Olympia-Fünfte Jannis Maus (Cuxkiters e.V.) bei der WM der Formula-Kiter Platz neun ersegelt. Ein kleiner strategischer Fehler hatte sein Viertelfinal-Aus besiegelt. Der Doktorand im Fach erneuerbare Energien ist erst im vergangenen Jahr wieder in seine zweite Olympia-Kampagne eingestiegen.

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