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Digitales Bündel: Thüringen führt E-Akte über Häftlinge ein

Papier war gestern: Wie genau die neue E-Akte den Alltag der Gefängnisbediensteten erleichtern soll.

Von dpa

29.09.2026

Wichtige Informationen über die Häftlinge in Thüringens Gefängnisse werden nun in einer elektronischen Akte zusammengeführt. (Symbolbild)Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Wichtige Informationen über die Häftlinge in Thüringens Gefängnisse werden nun in einer elektronischen Akte zusammengeführt. (Symbolbild)Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

© Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Wichtige Informationen zu Häftlingen in Thüringens Justizvollzug werden künftig in einer elektronischen Akte zusammengeführt. Thüringen sei das erste Bundesland, das eine selbst entwickelte elektronische Gefangenenpersonalakte so nutze, teilte das Justizministerium mit.

„Mit der elektronischen Gefangenenpersonalakte erreichen wir einen wichtigen Meilenstein bei der Digitalisierung des Thüringer Justizvollzugs“, sagte Staatssekretär Christian Klein laut Mitteilung. „Schnell verfügbare und vollständig dokumentierte Informationen erleichtern auch die zügige und fundierte Vorbereitung von Entscheidungen im Vollzugsalltag. Zugleich werden Medienbrüche reduziert, Arbeitsprozesse nachvollziehbarer und der Papierverbrauch verringert“, ergänzte Klein.

Erfolgreiche Pilotphase

Waren bestimmte Informationen über Häftlinge bislang nur in verschiedenen Aktenbestandteilen zu finden, werden diese Informationen nun digital gebündelt. Die zuständigen Bedienstete der Justizvollzugsanstalten könnten so gemäß ihren jeweiligen Berechtigungen direkt etwa auf Vollzugs- und Eingliederungspläne oder auf Entscheidungen über Haftlockerungen zugreifen, so das Ministerium. 

Nach einer erfolgreichen Pilotphase stehe die neue E-Akte ab diesen Mittwoch (30.9.) zur Verfügung. Entwickelt wurde die Lösung von der IT-Leitstelle des Thüringer Justizvollzugs mit den Justizvollzugsanstalten und dem Thüringer Justizministerium.

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