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Diese Orte laden in Hessen zum Gruseln ein

Längst verlassene Gebäude mitten in der Stadt, jahrhundertealte Burgen oder versteckte Räume im Kloster: Hessen hat einige schaurig-schöne Ausflugsziele.

Von dpa

25.10.2026

Monster kommen nicht mehr auf die Burg Frankenstein. Besucher aber können sich in der Ruine umsehen. (Archivbild)Andreas Arnold/dpa

Monster kommen nicht mehr auf die Burg Frankenstein. Besucher aber können sich in der Ruine umsehen. (Archivbild)Andreas Arnold/dpa

© Andreas Arnold/dpa

Die Tage werden kürzer, die dunkle Jahreszeit beginnt und Halloween steht vor der Tür. Für alle, die sich passend zur Jahreszeit ein wenig gruseln wollen, gibt es in Hessen zahlreiche Orte. Eine Auswahl: 

Burg Frankenstein

In der Nähe von Darmstadt am Rande des Odenwalds liegt die Burg Frankenstein. Anders als der Name vermuten lässt, war die Burg wohl nicht Namensgeber für den berühmten Roman von Mary Shelleys. In den 1970er-Jahren hat sie US-Soldaten in Darmstadt trotzdem zum Gruseln inspiriert: Damals entstand das jährliche Halloween-Festival, das seit 2023 nicht mehr auf Burg Frankenstein, sondern auf Burg Königstein im Hochtaunuskreis abgehalten wird. Für das diesjährige Festival sind die meisten Tickets allerdings schon ausverkauft. Die Ruine der Burg Frankenstein selbst ist täglich von etwa 8.00 Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang für Besichtigungen geöffnet.

„Hexentürme“ in Hessen

In Hessen gibt es zahlreiche Türme, die den Namen „Hexenturm“ tragen. Oft sind sie Teil alter Stadtmauern oder Befestigungsanlagen, wie zum Beispiel in Gelnhausen, dem Altenstädter Ortsteil Lindheim oder Idstein. Manche der Türme dienten zur Zeit der Hexenverfolgung als Gefängnisse, in denen Menschen inhaftiert waren, die der Hexerei beschuldigt wurden. Auch an anderen Orten in Hessen wird die Zeit der Hexenverfolgung thematisiert: Die Stadt Fulda bietet eine KI-unterstützte Führung per App an, die das Schicksal von Merga Bien, einem der bekanntesten Opfer des Hexenwahns in Fulda, nachzeichnet. In Darmstadt und Marburg gibt es ebenfalls Führungen, die sich dem Schicksal vermeintlicher Hexen widmen.

Eigentlich sollten auf dem Gelände des Alten Polizeipräsidiums in Frankfurt schon neue Immobilien entstehen. Noch können Besucherinnen und Besucher den Lost Place aber auf Führungen erkunden. (Archivbild)Boris Roessler/dpa

Eigentlich sollten auf dem Gelände des Alten Polizeipräsidiums in Frankfurt schon neue Immobilien entstehen. Noch können Besucherinnen und Besucher den Lost Place aber auf Führungen erkunden. (Archivbild)Boris Roessler/dpa

© Boris Roessler/dpa

Altes Polizeipräsidium in Frankfurt

Unweit der Frankfurter Innenstadt steht im Stadtteil Gallus das Alte Polizeipräsidium seit beinahe 25 Jahren leer. 2002 zogen die Beamten ins Nordend, seitdem ist der alte Standort zu einem „Lost Place“ (sinngemäß: vergessener Ort) geworden. Wer durch die leeren Räume wandeln will - kann das bei einer geführten Tour tun, die Interessierte fast täglich zum Gruseln einlädt. Auf dem Gelände des Alten Polizeipräsidiums sollte eigentlich längst ein neues Viertel mit Wohnungen, Büros und Einkaufsflächen entstehen. Zuletzt hatte jedoch die Insolvenz des Projektentwicklers den Baustart erneut verschoben.

Moore in Hessen 

Ob Irrlichter oder Moorleichen: Kaum eine Landschaft inspiriert die Fantasie der Menschen so sehr zum Gruseln wie Moore. In Hessen gibt es mit dem Roten Moor in der Rhön und der Breungeshainer Heide im Vogelsberg zwei Hochmoore. Im Roten Moor führen mehrere Rundwege vom Haus des Naturschutzbundes an der Bundesstraße 278 aus durch die Landschaft. Auch ein Aussichtsturm ist von dort aus zu erreichen. Um das Rote Moor und die Breungeshainer Heide als Lebensräume und Ausflugsziele zu bewahren, laufen seit Jahren bereits umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen.

Bei Tageslicht nicht ganz so gruselig: Das Hochmoor Breungeshainer Heide im Vogelsberg. (Archivbild)Michael Bauer/dpa

Bei Tageslicht nicht ganz so gruselig: Das Hochmoor Breungeshainer Heide im Vogelsberg. (Archivbild)Michael Bauer/dpa

© Michael Bauer/dpa

Das Kloster Eberbach

Spätestens seit den Dreharbeiten zu „Der Name der Rose“ ist das Kloster Eberbach weltweit bekannt. Für den 1986 veröffentlichten Film wurde das Kloster im Rheingau als Schauplatz in Szene gesetzt. Regisseur Jean-Jacques Annaud wählte die alten Klostergemäuer nicht ohne Grund als Drehort: Ein dunkler Keller, in dem Mönche jahrhundertelang ihrer Arbeit nachgingen, und verborgene Geheimgänge sind nicht nur auf der Kinoleinwand zu sehen, sondern können auch auf Führungen durch das Kloster bestaunt werden. Bei der nächsten Führung der Reihe „Geheimnisvolles Eberbach“ am 30. Oktober können Besucherinnen und Besucher wieder einen Blick auf Orte werfen, die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Auch der historische Cabinetkeller ist Teil der Führungen im Kloster Eberbach. (Archivbild)Andreas Arnold/dpa

Auch der historische Cabinetkeller ist Teil der Führungen im Kloster Eberbach. (Archivbild)Andreas Arnold/dpa

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