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Bürgermeister nach Horror-Unfall: „Ganz schlimme Tragödie“

„Das geht einem sehr nah“: Vier junge Menschen auf Mopeds sterben bei einem Überholmanöver eines Autos. Der Bürgermeister spricht von einer Tragödie für die Region.

Von dpa

08.10.2026

Die Trauer nach dem tragischen Verkehrsunfall bei Biesenthal im nordöstlichen Brandenburg ist groß.Marco Porzig/dpa

Die Trauer nach dem tragischen Verkehrsunfall bei Biesenthal im nordöstlichen Brandenburg ist groß.Marco Porzig/dpa

© Marco Porzig/dpa

Tränen, Schock, Trauer - eine ganze Region ist fassungslos nach dem Horror-Unfall auf einer Landstraße nahe der Kleinstadt Biesenthal im nordöstlichen Brandenburg. „Alle sind total geschockt. Das ist eine ganz schlimme Tragödie“, sagte Biesenthals Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Gruppe von Teenagern war am Mittwochabend auf ihren Mopeds unterwegs. Ein Auto überholte mehrere Fahrzeuge und erfasste drei der Mopeds. Vier junge Menschen im Alter von 14, 15, 16 und 19 Jahren starben, wie die Polizei mitteilte. Der 61 Jahre alte Autofahrer kam schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.

Simson auf dem Land gefragt

Gerade im ländlichen Raum hätten viele junge Menschen die Mopeds der Marke Simson wiederentdeckt, sagte der Bürgermeister. Er habe selbst einen 15 Jahre alten Sohn, der mit einer sogenannten Schwalbe unterwegs sei. „Das geht einem sehr nah“, sagte der Bürgermeister am Tag nach dem Unfall mit brüchiger Stimme.

Es müsse sich um ein „riskantes Überholmanöver“ gehandelt haben. Auf der Strecke sei eine Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde erlaubt. Es handele sich um eine gerade Strecke mit einer Senke, die eigentlich gut einzusehen sei, meinte Bruch. Zum Unfallzeitpunkt sei es dunkel gewesen.

Gedenkveranstaltung am Abend

Am Abend (18.00 Uhr) wird in der St. Marienkirche im benachbarten Bernau eine Gedenkveranstaltung organisiert. Am Unfallort legten Trauernde bereits Blumen nieder und stellten Kerzen ab. Der Landkreis ordnete Trauerbeflaggung an Schulen und Dienstgebäuden an.

Die Einsatzkräfte hätten am Unfallort Bilder sehen müssen, die auch sie bislang nicht gekannt hätten, sagte der Bürgermeister. Der Kriseninterventionsdienst sei bis 2.00 Uhr morgens im Einsatz gewesen. Auch die Polizei sprach von einem belastenden Einsatz.

An der Unfallstelle wird das ausgebrannte Autowrack sichergestellt. Annette Riedl/dpa

An der Unfallstelle wird das ausgebrannte Autowrack sichergestellt. Annette Riedl/dpa

© Annette Riedl/dpa

Die Polizei ist auch am Tag danach am Unfallort im Einsatz.Marco Porzig/dpa

Die Polizei ist auch am Tag danach am Unfallort im Einsatz.Marco Porzig/dpa

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