280.000 Euro Schaden durch falsche Bankmitarbeiter
In den vergangenen Wochen haben immer wieder Trickbetrüger im Raum Zwickau und im Vogtland zugeschlagen. Besonders Senioren sind betroffen. Die Betrugsmasche ist immer gleich.
Trickbetrüger haben Senioren im Raum Zwickau immer wieder um ihr Erspartes gebracht. (Symbolfoto)picture alliance/dpa
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In den vergangenen Wochen sind zahlreiche Senioren im Raum Zwickau Opfer von Betrügern geworden. Allein seit Beginn des Jahres habe es 13 bekannte Betrugsfälle mit falschen Bankmitarbeitern gegeben, teilte die Polizei in Zwickau mit. Davon allein fünf in den vergangenen zwei Wochen. Seit Jahresbeginn sei Betroffenen im Vogtlandkreis und im Landkreis Zwickau ein Gesamtschaden in Höhe von rund 280.000 Euro entstanden, hieß es. In einigen Fällen war es den Banken gelungen, die Überweisungen rückgängig zu machen.
Das Vorgehen war den Angaben zufolge immer gleich: Die Betrüger gaben sich demnach am Telefon als Mitarbeiter der jeweiligen Hausbank aus. In einigen Fällen sei auf dem Display die Telefonnummer der jeweiligen Bankfiliale angezeigt worden, hieß es. „Dadurch erweckten die Betrüger gezielt Vertrauen und erhöhten den Druck auf ihre Opfer“, so die Polizei.
Die Täter berichteten am Telefon von angeblich verdächtigen Abbuchungen und forderten die Senioren dazu auf, die TAN-Nummern herauszugeben oder ihnen Zugriff auf ihren Computer zu gewähren. In der Folge konnten die Betrüger größere Geldsummen überweisen – häufig ins Ausland. Die Polizei warnte davor, am Telefon sensible Zugangsdaten preiszugeben und riet dazu, im Zweifel das Gespräch sofort zu beenden.