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17-Jähriger nach Messerattacke in Göttingen verdächtig

Nach einem Angriff in Göttingen schwebt ein 23-Jähriger in Lebensgefahr. Kurz darauf informieren Ermittler über einen Verdächtigen und einen Waffenfund. Einen Haftbefehl gibt es aber nicht.

Von dpa

22.06.2026

Nach einer Messerattacke auf einen 23-Jährigen in Göttingen gilt ein 17-Jähriger als verdächtig. (Symbolbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Nach einer Messerattacke auf einen 23-Jährigen in Göttingen gilt ein 17-Jähriger als verdächtig. (Symbolbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Nach einer lebensbedrohlichen Messerattacke auf einen 23-Jährigen in Göttingen gilt ein Teenager als tatverdächtig. Bei dem 17-Jährigen sei die mutmaßliche Tatwaffe gefunden worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Der Beschuldigte mache derzeit von seinem Recht Gebrauch, sich nicht zur Sache zu äußern, teilte die Ermittlungsbehörde mit. 

Nach Polizeiangaben wurde der 17-Jährige am Sonntagnachmittag im Göttinger Ostviertel in Gewahrsam genommen. Weil sich ein dringender Tatverdacht derzeit nicht begründen lasse, sei der Beschuldigte wieder freigelassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Mit den aktuellen Ermittlungsergebnissen lasse sich eine Notwehrsituation nicht ausschließen, hieß es zur Begründung. 

Opfer nicht vernehmungsfähig

Am Sonntagmorgen gegen 2.00 Uhr war der 23-Jährige nach Polizeiangaben mit einem spitzen Gegenstand angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Er kam in ein Krankenhaus und gilt vorerst als nicht vernehmungsfähig. Eine Mordkommission habe ihre Arbeit aufgenommen und der Staatsschutz sei involviert, weil sich ein politisches Motiv derzeit nicht ausschließen lasse. 

Der lebensgefährlich verletzte 23-Jährige befand sich zum Zeitpunkt der Tat in Begleitung mehrerer anderer Menschen. Sowohl Opfer als auch Zeugen lassen sich nach Angaben der Polizei gemeinschaftlich durch einen Göttinger Anwalt vertreten. Die Zeugen wollten sich demnach weder in der Tatnacht noch am Sonntag zu dem Geschehen oder einem Tatverdacht äußern. Wie es dem 23-Jährigen am Montag ging, blieb zunächst unklar.

Polizei appelliert, sich vernünftig und friedlich zu verhalten

Als Reaktion auf die Tat gab es am Sonntagabend eine Demonstration. Rund 600 Menschen versammelten sich nach Polizeiangaben am Albaniplatz und zogen anschließend durch die Innenstadt. Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen und die Beamten appellierten, sich weiter vernünftig und friedlich zu verhalten.

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