LeserbriefeFREI

Schuld liegt nicht beim Verbraucher

Landwirtschaft

Donnerstag, 23. September 2021 - 11:30 Uhr

von Martin Ramschulte (Schöppingen)

Leserbrief zum Bericht „Zwei Stunden Frustabbau“ und dem Leserbrief von Johannes Küper dazu.

Foto: Josef Barnekamp

Stellten sich den Fragen der Landwirte (vorne von links): Karlheinz Busen (FDP), Nadine Heselhaus (SPD), Anne König (CDU) und Bernhard Lammersmann (Grüne). Dahinter (von links) die Gastgeber und Organisatoren Michael Werlemann, Henrika Werlemann-Greving, Frank Kisfeld (LSV) und Ludger Schulze Beiering (WLV).

Was hat das einpferchen der Rindviecher, Schweine und anderer ,,Nutztiere“ denn gebracht? Jämmerliche Preise, unzufriedene Bauern, Probleme in den Böden, dicke Luft und ausgestorbene Pflanzen samt Mitgeschöpfen.

Die Lebensmittelindustrie hat den guten Draht zu den Tieren verloren. Die Anzahl der Bauern hat sich schon häufiger halbiert und in vielen ländlichen Regionen sieht es armselig aus.

Das Aussterben der tatsächlich bäuerlichen Landwirtschaft ist schon bald abgeschlossen und jetzt merken auch viele Verbraucher das einfach zu viel falsch gelaufen ist. „Groß oder tot“, das ist von der Beratung, dem Bauernverband, der Industrie und den Verantwortlichen Politikern gepredigt worden. Genau diese Leute sitzen auch heute noch sehr fest im Sattel und leben gut davon.

Keiner zieht sie zur Verantwortung. Jetzt sitzt die Karre richtig tief in der Scheiße und die Verbraucher sollen die Schuldigen sein?

Das sind sie ganz sicher nicht.

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